24-Jähriger wegen Diebstahl verurteilt
Eine Geldstrafe von 1000 Euro muss ein 24-Jähriger zahlen, der wegen Banddiebstahl in Ennigerloh angeklagt war.

Die Staatsanwaltschaft Münster warf dem 24-Jährigen vor, am 14. Januar mit seiner zwölf Jahre älteren Schwester und seinem Onkel aus einem Supermarkt in Ennigerloh Waren im Wert von 1487 Euro entwendet zu haben.

Dabei sollen die Männer den mit Lebensmitteln und Spirituosen prall gefüllten Einkaufswagen zur Eingangstür des Marktes geschoben haben. Dort löste die Schwester von außen den Impuls für den Türöffner aus, und die Männer rollten den Wagen hinaus, wobei sie bemerkt und aufgehalten wurden. Nach Verständigung der Polizei wurden sie in Gewahrsam genommen, die Waren wurden dem Marktleiter zurückgegeben.

Zur Verhandlung erschien nur der jüngste der Diebe, nach seinen Angaben waren Schwester und Onkel bereits vor Monaten nach Serbien zurückgekehrt.

Er selbst habe an die Tat keine Erinnerung mehr, da er zuvor eine halbe Flasche Wodka getrunken habe. Allerdings wisse er noch, dass man das Geld dabei gehabt, habe, um die Waren zu bezahlen und die Fahrt durch die Eingangstür nur ein Missverständnis gewesen sei.

Das brachte den Staatsanwalt auf die Palme, und nach dessen Vorhalt räumte der Angeklagte reumütig Tat und Tatvorsatz ein. „Die anderen beiden sind nach Serbien abgehauen, ich will arbeiten und in Deutschland bleiben. Ich bin schuld“, sagte er. In seinem Plädoyer bezeichnete der Staatsanwalt die Tat als „kackdreist“.

Er hielt dem Mann aber zugute, dass er „der Jüngste im Trio war und sicher nicht derjenige, der den Tatplan entworfen“ habe. Gegen die nun in Serbien lebende Schwester wurde ein Strafbefehl erlassen, der bei einer eventuellen Wieder-Einreise vollstreckt werden wird.

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