2400 Kilometer für den guten Zweck 
Bild: Schomakers
Mit drei Sattelzügen bringen die Mitglieder des Vereins „Enniger hilft Kindern“ die Hilfsgüter nach Tulcea in Rumänien. Die Hilfsgüter wurden allesamt gespendet. Das Bild zeigt einige der Helfer des Vereins: (v. l.) Rudolf Fissahn, Marc Wieler, Horst Stickl, Dominik Fissahn, Elmar Bäumker, Wolfgang Bönisch, Reinhard Kottlarz und Thomas Meinberger.
Bild: Schomakers

Für die Helfer ist bis zur Abfahrt noch einiges zu tun. „Zum Ende der Vorbereitungen kommt immer noch einmal Druck auf“, sagt der Vereinsvorsitzende Rudolf Fissahn. In den Tagen vor der Abfahrt stehen sein Telefon und sein Handy nicht still. Viel muss organisiert werden, und auch einige Rückschläge müssen hingenommen werden. „Mit dem Inkubator für das Kinderkrankenhaus hat es leider nicht geklappt“, erklärt Fissahn. Dabei wäre er so wichtig für das Kinderkrankenhaus in Macin gewesen, das erstmals vom Verein unterstützt wird.

Die Hilfstransporte orientieren sich an den Bedürfnissen vor Ort. Dabei stimmen sich die Helfer mit ihrem langjährigen Kontaktmann in Tulcea, Richard Wagner, ab. An ihn hatte sich das Kinderkrankenhaus in Macin gewandt und um Hilfe gebeten. Vor allem werden ein Notstromaggregat, Therapiegeräte und Krankenbetten sowie für die Kinderheime therapeutische Hilfsmittel benötigt. Besonders für die 50 behinderten Kinder. „Dort herrschen schreckliche Zustände. Wenn man es nicht selbst gesehen hat, kann man es sich nicht vorstellen“, betont Fissahn.

Er ist froh, dass der Verein viel Unterstützung von Unternehmen erhält. Sie gehören zu einem großen Netzwerk, das sich mit den Jahren gebildet hat. Fissahn verweist auf Vorstandsmitglied Wolfgang Bönisch. Der Geschäftsführer des Speditionsunternehmens Deltrans in Gütersloh schaffe es immer, Fahrzeuge zu besorgen. Die Vorstandsmitglieder Oliver Heike und Michael Schrandt der Volksbank Enniger-Ostenfelde-Westkirchen überreichten Fissahn kürzlich einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro. Der Ennigeraner Verein bringt auch 100 Hilfspakete mit Nahrung und Kleidung nach Rumänien, die der Bürgermeister von Tulcea an Obdachlose weitergibt. Bei den Waisenkindern ist Schokolade heiß begehrt. Fissahn zeigt beim Beladen auf einige Kartons und stellt sich die leuchtenden Kinderaugen schon einmal vor. Dann seien alle Strapazen der Helfer vergessen, sagt er.

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