60-Jähriger soll Kind missbraucht haben
 Ein 60-jähriger Ennigerloher steht vor dem Landgericht Münster. Er soll ein Kind sexuell missbraucht haben.

Es blieben trotzdem noch eine Menge Fragen unbeantwortet, so dass es weiterer Nachforschungen des Gerichts bedarf.

 Der Vorsitzende Richter wies auf mögliche mildernde Umstände bei der Strafbemessung hin und forderte den Angeklagten auf, schnell „reinen Tisch zu machen“ und geständig zu sein.

 Nach der Beratung mit seinem Verteidiger folgte der Tatverdächtige dieser Forderung insofern, als dass er einräumte, nach seiner Erinnerung etwa zehn Mal sexuelle Handlungen an seinem etwa zehnjährigen Neffen vorgenommen zu haben. Der hatte mit seiner etwas älteren Schwester seinen Onkel im Herbst und Winter des vergangenen Jahres mehrfach besucht.

 Der Angeklagte war bemüht, darzulegen, dass er sich um die Kinder seines Bruders und seiner Schwägerin vor allem deshalb gekümmert, sie beschenkt sowie mit Essen und Süßigkeiten versorgt habe, da sie nach seinem Eindruck bei ihren Eltern nicht ausreichend versorgt gewesen seien. So hätten seine dem Jungen in einem abgedunkelten Schlafzimmer minutenlang verabreichten Streicheleinheiten am ganzen, zum Teil unbekleideten Körper eher dem Bedürfnis des Viertklässlers „nach Kuscheln“ entsprochen und nicht zur Befriedigung eigener sexueller Wünsche gedient.

 

 Alle Prozessbeteiligten kamen überein, die Kinder nicht als Zeugen zu befragen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch auf der Ennigerloher Seite der „Glocke“.

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