Abschied von Pfarrer Sebastian
Bild: Schomakers
Soichen Mullamangalathu, in Ennigerloh als Pfarrer Sebastian bekannt, ist am Sonntag im Rahmen einer Eucharistiefeier verabschiedet worden. Er war seit 2010 als Pfarrer in der Gemeinde St. Jakobus Ennigerloh aktiv. Ende des Monats kehrt er zurück nach Indien.
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Im November 2010 hatte der aus dem südindischen Bundesstaat Kerala kommende Pfarrer Soichen Mullamangalathu seinen Dienst in der katholischen Kirchengemeinde Ennigerloh aufgenommen. Ende des Monats kehrt er zurück nach Indien.

Der Abschied von seiner Gemeinde fiel Pfarrer Sebastian am Sonntag sichtlich schwer. Im Rahmen seiner Abschiedsfeier dankte er Pfarrer Andreas Dieckmann für die gute Zusammenarbeit, die ihm immer in guter Erinnerung bleiben werde. Sein damaliger Wunsch, viele Gläubige kennenzulernen, sei in Erfüllung gegangen, sagte er. Es sei sogar nicht nur ein Kennenlernen gewesen. Mit vielen Gemeindemitgliedern verbinde ihn mittlerweile eine tiefe Freundschaft. „Ich weiß, was ich an meiner Gemeinde habe. Ich habe ein Zuhause gefunden“, sagte er während der Eucharistiefeier in der St.-Jakobus-Kirche. Seine Freunde hätten ihm ein Stück Heimat in Ennigerloh gegeben, betonte Pfarrer Sebastian. „Ich habe Sie in meinen Herzen und sage Ihnen ein herzliches Lebewohl“, versicherte er allen Anwesenden. Für diese Worte erhielt er viel Beifall.

Dass die Gemeinde ihn ebenfalls nicht vergessen wird, machte Franz Josef Predeick deutlich: „Die Gemeinde lebt mit den Christen in Indien.“ Im Namen aller Pfarrgremien sprach Stefan Rupieper Dank aus. Mit Pfarrer Sebastian bekomme die Weltkirche ein Gesicht in der Gemeinde, betonte er. Er hätte einen neuen, anderen Blick mitgebracht. Dieser Blick habe die Gemeinde bereichert. „Ohne sein Wirken wäre die Gemeinde ärmer. Wir werden das vertraute Gesicht von Pfarrer Sebastian vermissen“, sagte Rupieper.

Beim anschließenden Empfang im Jakobushaus ergriff Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf das Wort: „Abschied hat etwas von einem Wahrheitsbarometer. Tränen lügen nicht.“ Dieses Wahrheitsbarometer zeige dabei nicht allein die Gemütslage von Pfarrer Sebastian, sagte er. „Ein Stück Herz des sympathischen Priesters wird in Ennigerloh bleiben. Pfarrer Sebastian bleibt immer ein gern gesehener Gast in Ennigerloh.“ Er habe tiefe Spuren in Ennigerloh hinterlassen, betonte Lülf abschließend.

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