Akzeptanz von Firmen für Behinderte steigt
Bild: Helmers
Menschen mit Behinderungen können Unternehmen aus Sicht der Agentur für Arbeit viel bieten. Das Bild zeigt Udo Bureck, einen ehemaligen Bewohner des Hauses St. Marien am Voßbach in Enniger, mit Daniel Baum, Leiter des Bereichs für Menschen mit geistiger Behinderung.
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Einer von ihnen ist Wolfgang Abeln, Teamleiter des Bereichs Rehabilitation und Schwerbehinderte bei der Agentur für Arbeit in Münster.

„Die Glocke“: Wie unterstützt die Agentur für Arbeit Menschen mit Behinderungen?

Abeln: Wie bei allen Arbeitssuchenden versuchen wir, sie an geeignete Stellen zu

Der Vortragsabend „Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Arbeit“ beginnt am Dienstag, 18. März, um 17 Uhr in der Alten Brennerei Ennigerloh. Drei Vorträge sind geplant. Ab 17.10 Uhr spricht Rene Büscher, Integrationsberater der Freckenhorster Werkstätten, über gleichberechtigte Teilhabe an Arbeit. Ab 17.30 Uhr stellt Wolfgang Abeln von der Agentur für Arbeit Fördermöglichkeiten vor. Und ab 18 Uhr erklärt Thomas Kersting vom LWL-Integrationsamt Westfalen das Sonderprogramm „Aktion 5“ zur Integration schwerbehinderter Menschen.
vermitteln, die bei uns gemeldet sind. Darüber hinaus sprechen wir auch Unternehmen direkt an. Für Menschen mit Behinderungen, die nicht sofort eine Stelle oder einen Ausbildungsplatz antreten können, gibt es Qualifizierungsmaßnahmen. Sollten für den neuen Arbeitsplatz zum Beispiel fachliche Schulungen notwendig sein, die über die betriebsübliche Einarbeitung hinausgehen, gewähren wir dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss.

„Die Glocke“: Wie erfolgreich sind diese Maßnahmen?

Abeln: Deutlich mehr als die Hälfte der Arbeitssuchenden findet so schnell eine neue Stelle. Durchschnittlich waren im vergangenen Jahr in unserem Agenturbezirk – Stadt Münster und Kreis Warendorf – etwa 1100 Schwerbehinderte durchschnittlich arbeitslos gemeldet. Wenn man aber sieht, dass sich im Laufe des Jahres 2052 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet haben, umgekehrt aber 2166 Menschen die Arbeitslosigkeit beendet haben, stellt man fest, dass da eine große Bewegung ist, wie wir sie bei anderen Arbeitslosen auch haben.

„Die Glocke“: Wie bereit sind die Unternehmen Ihrer Meinung nach, Menschen mit Behinderungen einzustellen?

Abeln: Wir haben den Eindruck, dass die Bereitschaft steigt. Die Zahlen zeigen das auch. Es gibt aber immer wieder auch Vorbehalte. Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen muss geprüft werden, ob es möglich ist, damit in einer bestimmten Firma zu arbeiten. Aber es gibt verschiedene sehr positive Beispiele. Wir müssen immer wieder Überzeugungsarbeit leisten, und die Betriebe müssen die behinderten Menschen kennenlernen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der „Glocke“-Ausgabe am 14. März.

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