Am Ziel in Lessay nach 973 Kilometern
Bei ihrer Reise auf zwei Rädern nach Lessay sind die beiden Ennigerloher (v. l.) Christian Rockrohr und  Torsten Steuer einen zirka 70 Kilometer langen Umweg gefahren, um viel von der Küste Belgiens und Frankreichs zu sehen.

Christian Rockrohr fuhr die Strecke mit einem E-Bike, Torsten Steuer radelte ohne elektrische Unterstützung. „Was er in den Beinen hat, habe ich in meinem Motor“, sagt Christian Rockrohr. Trotzdem merke auch er nach dieser Woche, was seine Muskulatur geleistet und sein Gesäß ertragen hat. „Ich habe mir unterwegs einen anders geformten Sattel gekauft, in einem Supermarkt für ein paar Euro fünfzig“, erklärt Christian Rockrohr. „So musste ich nicht die gesamte Zeit über auf genau derselben Stelle sitzen.“ 

Keine weiteren Pannen

Nachdem sich am E-Bike seines Freundes und Begleiters Torsten Steuer am Kanal bei Eindhoven in den Niederlanden die Speichen am Hinterrad gelöst hatten, kamen beide danach ohne weitere Panne bis zum Ziel.

Die Tour sei auch wie eine Auszeit von Corona gewesen, sagt Rockrohr: Von der weltweiten Pandemie hätten sie auf ihrer Route durch die Niederlande, Belgien und Frankreich so gut wie nichts gemerkt. „Vor der Abfahrt in Deutschland hatten wir noch gezittert, ob wir überhaupt aufbrechen können“, sagt der Ennigerloher. „Aber im Ausland kam mir der Umgang damit entspannter vor. Hier in Frankreich zum Beispiel sind die Masken optional, nur jeder Zweite trägt eine.“ Auch in ihren Unterkünften oder in der Gastronomie hätten sie nichts Besonderes gemerkt. 

Familie kommt mit Auto hinterher

In Erinnerung bleiben den beiden vor allem die Fahrt entlang des Atlantikwalls bei Ostende in Belgien, die extrem steilen Serpentinen in der französischen Küstenstadt Le Tréport und die Fahrt zwischen riesigen Lastwagen und Wohnmobilen über die Pont de Normandie, die Schrägseilbrücke mit der größten Spannweite in Europa.

Am Ziel besuchten die beiden die Verwandten von Torsten Steuer in der Gegend von Lessay. „Und dann kam seine Familie aus Deutschland, um uns mit dem Auto abzuholen“, sagt Christian Rockrohr. Diese Woche noch wolle die Gruppe in Frankreich verbringen. Am Montag war das Ziel die berühmte Klosterinsel Mont-Saint-Michel.

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