Ampel soll Rückstau diesmal verhindern
Bild: Junker
Autofahrer müssen an der Hauptstraße/Ecke Vorhelmer Straße in Enniger Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Dort hat Straßen.NRW eine Baustellenampel aufgestellt, um Rückstaus auf der Umleitungsstrecke zu vermeiden.
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Der Verkehr wird durch das Golddorf umgeleitet. Autofahrer werden Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.

Der Landesbetrieb hatte die Baumaßnahme bewusst in zwei Abschnitte unterteilt. Da der Kreisverkehr größere Mängel im Fahrbahnbelag und im Bereich der Bordanlagen gezeigt hat, war es Straßen.NRW zufolge wichtig, den Kreisel noch vor dem Winter zu sanieren. Bei einem zeitgleichen Ausbau der L 586 wäre man in den Winter gekommen. Witterungsbedingt hätte es passieren können, dass die Strecke gesperrt worden wäre, ohne dass Bauarbeiten stattgefunden hätten. Das hätte die Bauzeit verlängert

Die Landesstraße 586 (Münsterstraße) ist seit Montag ab dem Kreisverkehr Tönnishäuschen bis zur Dorffelder Straße in Vorhelm komplett gesperrt. Umgeleitet wird der Verkehr über die Kreisstraße 1 (Vorhelmer Straße) und Landstraße 792 (Hauptstraße) in Enniger sowie über die Kreisstraße 42 in Richtung Ahlen. An der Ecke Hauptstraße/Vorhelmer Straße in Enniger wurde diesmal eine Baustellenampel aufgestellt, „damit sich der Verkehr auf der Umleitungsstrecke nicht stark zurückstaut“, teilt Straßen.NRW mit. Gleichzeitig wurden an der Landesstraße im Ort Halteverbotsschilder aufgebaut, damit die Strecke als Umleitungsstrecke genutzt werden kann.

Verkehrsaufkommen im vergangenen Jahr hoch

Die Bauarbeiten für den Kreisverkehr in Tönnishäuschen hatten im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Umgeleitet wurde der Verkehr auch damals über Enniger. Dies hatte zu einem immensen Verkehrsaufkommen auf der Haupt- und der Vorhelmer Straße im Voßbachdorf geführt („Die Glocke“ berichtete). Vor allem zu den Stoßzeiten staute sich der Verkehr auf der Vorhelmer Straße – zum Teil auf mehreren 100 Metern. Mit der Ampelanlage soll dies nun verhindert werden.

Seit Anfang der Woche wird die Fahrbahn der Münster Straße komplett erneuert und der Radweg gebaut. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme von 2,8 Millionen Euro trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Die Fahrbahn wird Straßen.NRW zufolge auf 7,50 Meter reduziert, sodass auf der südlichen Seite künftig Platz für einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg ist. Der Landesstraßenabschnitt bleibe voraussichtlich bis Anfang Juni voll gesperrt, teilt der Landesbetrieb mit.

Lülf: Enniger Markt bei Baumaßnahme berücksichtigen

Einen großen zeitlichen Spielraum gibt es nicht. Nach derzeitigem Stand findet am Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. Juli, der altberühmte Enniger Markt statt. „Der Markt muss bei der Baumaßnahme berücksichtigt werden“, sagte Bürgermeister Berthold Lülf. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Stadt daran arbeite, Abkürzungen über den Rosenweg in Richtung Hauptstraße beziehungsweise Vorhelmer Straße zu unterbinden. Genehmigungsbehörde sei jedoch der Kreis Warendorf. „Wir bringen unsere Ideen und Vorstellungen ein, dort wird entschieden“, erklärte Lülf.

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