Anerkennung vom Bürgermeister an Heiligabend
Bild: Schomakers
Für einen Moment konnte sich der 17-jährige Darius in der Ennigerloher Rettungswache wie ein Rettungssanitäter fühlen. An Heiligabend durfte der behinderte junge Mann eine Dienstjacke anziehen. Das Bild zeigt (v. l.) Werner Schweck (Sachgebietsleiter Rettungsdienst des Kreises Warendorf), Rettungswachenleiter Andreas Hoppe-Bruland, die diensthabenden Rettungsassistenten Daniel Stählker und Karl-Heinz Kriegers, Darius sowie Bürgermeister Berthold Lülf.
Bild: Schomakers

An Heiligabend hat er ihnen Geschenke mitgebracht. So wurde auch Bürgermeister Berthold Lülf auf die Begeisterung des 17-Jährigen aufmerksam.

Lülfs Besuch an Heiligabend in der Rettungswache, im Christophorus-Haus und im Haus St. Marien in Enniger ist Tradition. Damit will der Bürgermeister den Einsatz der Menschen würdigen, die auch an den Festtagen arbeiten müssen.

In der Rettungswache hatte deren Leiter Andreas Hoppe-Bruland gerade Kaffee eingeschenkt, als der 17-jährige Darius mit einigen kleinen Präsenten in der Tür stand. Der behinderte junge Mann ist für die Rettungsassistenten kein Unbekannter. Er kommt regelmäßig zu Besuch, und am Heiligen Abend wollte auch er den Einsatzkräften seine Anerkennung zeigen. Überrascht war hingegen der Bürgermeister, als er den 17-Jährigen kennenlernte und von dessen besonderer Vorliebe für die Feuerwehr erfuhr.

Schnell war Lülf klar, dass ein Blick in das angrenzende Feuerwehrgerätehaus für Darius wohl eins der schönsten Weihnachtsgeschenke sein könne. Gemeinsam mit dem Bürgermeister sowie den Rettungsassistenten Karl-Heinz Kriegers und Daniel Stählker gab es eine Führung für den jungen Mann, der wegen seiner Behinderung nicht selbst Feuerwehrmann oder Rettungsassistent werden kann. An Heiligabend konnte der 17-Jährige das für kurze Zeit vergessen und in die Jacke eines Rettungsassistenten schlüpfen.

Besinnlich war die Stimmung im Ennigerloher Christophorus-Haus. Die Bewohner saßen in gemütlicher Runde bei einem Brunch, als der Bürgermeister kam. Diejenigen, die nicht bei ihren Familien die Festtage verbrachten, würden am Nachmittag die Messe besuchen und später zusammen feiern, erklärte Mitarbeiterin Katrin Sperling.

Ähnlich wurde es in der Wohngruppe Bodelschwingh des Haus St. Marien in Enniger gemacht. Beim Besuch von Berthold Lülf saßen die Bewohner mit Gruppenleiterin Ilka Schröder im gemütlichen Wohnzimmer zusammen und freuten sich über das Interesse des Bürgermeisters. Die Besuche an Heiligabend gehörten für ihn zum Weihnachtsfest, erfuhren sie.

SOCIAL BOOKMARKS