Aus einzelnen Becken wird Wasserlandschaft
Grafik/Bild: Polyplan
Von einem zentralen Punkt soll das Naturbad erschlossen werden. Von der Treppe in Höhe der Umkleideräume können Gäste sowie Schwimmmeister das gesamte Bad überblicken.
Grafik/Bild: Polyplan

Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, die Planung fortzusetzen. Am Ende der Präsentation gab es nicht nur deutliche Zustimmung der Ausschussmitglieder, sondern auch Applaus von der gut gefüllten Zuschauertribüne des Sitzungssaals.

Plan setzt Forderungen aus Bevölkerung um

Thomas Trampe-Brinkmann erklärte, dass die SPD die Planung ausdrücklich begrüße. „Der Plan setzt die Forderungen aus der Bevölkerung am besten um.“ Andrea Hofer von der Grün-Alternativen Liste schloss sich an. Der Charakter des Freibads werde sich grundsätzlich ändern. „Das muss aber so sein, um das Bad zukunftsfähig zu machen.“ Dafür müssten Schwimmer zwar Abstriche machen, aber „wir steigern die Attraktivität für Familien“, betonte sie.

Wie die Attraktivität gesteigert werden kann, hatten zuvor Polyplan-Geschäftsführer Stefan Bruns und Fachplaner Jan Tatzel erläutert. „Aus einer starren Form wird eine Wasserlandschaft“, erklärte Tatzel. Die Eingriffe in den Bestand sollen dabei so gering wie möglich gehalten werden.

Die Wasseraufbereitung besteht aus einem beregneten und zwei überstauten Filtern, wie hier zu sehen. Letztgenannte werden in das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken integriert.

Die bestehende unverbundene Anordnung von Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Kleinkinderbereich soll aufgefächert und das Bad künftig von einem zentralen Punkt aus erschlossen werden können. „Von der Treppe im Eingangsbereich können Gäste und Schwimmmeister das gesamte Bad überblicken“, erklärte Tatzel.

Außer Sonnen- und Holzdecks, Breitwellenrutsche und Sprungfelsen („Die Glocke“ berichtete) erläuterte Stefan Bruns die biologische Wasseraufbereitung. Zwei überstaute sowie ein beregneter Substratfilter werden das Wasser von Schadstoffen befreien. Die Filter werden nicht versteckt. Die überstauten Bereiche werden als blühende Pflanzzone an den Randbereichen ins Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken integriert. Terrassendecks sollen den Substratfilter säumen. Zwei- bis dreimal pro Tag wird das Wasser laut Bruns umgewälzt.

Alleinstellungsmerkmal für Ennigerloh schaffen

Mit Blick auf die Pläne sagte Bürgermeister Berthold Lülf, dass sie der richtige Schritt in die richtige Richtung seien. Mit dem Naturbad „können wir Ennigerloh mit einem Alleinstellungsmerkmal versehen“, betonte er und wagte einen Blick in die Zukunft: „Sollten wir im Mai 2020 das Bad eröffnen, werden wir das schaffen, was viele nicht für möglich gehalten haben: den nahtlosen Übergang vom Frei- zum Naturbad.“

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