Benzingespräche und heulende Motoren
Bild: Schomakers
Dieser Ford T, Baujahr 1925, gehörte zu den ältesten Fahrzeugen beim Oldtimer-Treffen in Ostenfelde, an dem (v. l.) Manuel Zurbrüggen und sein Onkel Hans-Werner Heese teilnahmen.
Bild: Schomakers

 Bei den Gesprächen allein blieb es selbstverständlich nicht. Denn für Oldtimerfans ist es besonders spannend, die Fahrzeuge – egal ob Autos, Motorräder oder Traktoren – in Bewegung zu sehen und den Motor heulen zu hören. So wie bei einem der ältesten teilnehmenden Fahrzeuge, einem Ford T, Baujahr 1925 mit 21 PS und 2,9 Litern Hubraum. Sein Besitzer Hans-Werner Heese startete ihn beim Treffen mit der Handkurbel. Mit 15 Millionen Stück war es bis 1972 das meistverkaufte Auto der Welt. Nur der VW Käfer übertrumpfte den Ford. Die Technik des Fords ist simpel und robust. Das rüstig wirkende Mobil hatte ein Farmer aus Uruguay bis an sein Lebensende gefahren.

Technik blind verstehen

Auch Heese will das Fahrzeug so lange wie möglich fahren. Dann übernimmt den im Originalzustand befindlichen Tin Lizzie (Blechliesel) sein Neffe Manuel Zurbrüggen. Warum dieser zurzeit noch in das Schalten des Getriebes vom Onkel eingewiesen wird, erklärt sich, wenn man in den Fußraum schaut. Mit drei Pedalen werden zwei Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang geschaltet. Dazu kommt das Fußbremspedal. Gas wird am Lenkrad gegeben. Wer dabei nicht durcheinander kommen will, muss die Technik blind verstehen und üben.

Einblick in die Motorhaube

Auch die übrigen Teilnehmer gewährten gern einen Blick unter die Motorhaube ihrer Schmuckstücke. Manche Geschichte gab es gratis dazu. Wie bei Ole Peter, der eine Nimbus II und eine Velocette LE MK II, beide mehr als 60 Jahre alt, zeigte. Die Velocette sei lange von der englischen Polizei gefahren worden, erklärte Peter. Es sei unerlässlich gewesen, beide Hände am Lenker zu haben, weshalb die Motorradpolizisten Vorgesetzte nur mit dem Kopf nickend grüßen durften. Daher sei das Motorrad auch „Nickbike“ genannt worden.

Erlös kommt Jugendarbeit zugute

Die Veranstaltung hatte auch etwas Positives für den TSV 95 Ostenfelde, denn der Erlös wurde für die Jugendarbeit gespendet. Viele Sportler wie Silas und Natascha Wehling brachten Kuchenspenden vorbei. Für die musikalische Untermalung der Veranstaltung war die Band Good Old Days zuständig.

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