Bestattung nicht bezahlt – Geldstrafe
Symbolfoto: dpa
Weil sie Leistungen eines Bestattungsunternehmers beauftragt hat, ohne diese bezahlen zu können, ist eine Ennigerloherin (51) zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
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Der Sachverhalt ereignete sich zwischen dem 31. Dezember 2017 und dem 2. Januar 2018. „Es ist richtig, dass die Rechnung nicht bezahlt worden ist“, bekannte die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte. Sie sei damals arbeitslos gewesen und habe dem Bestatter gesagt, dass die Kosten mit dem Sozialamt abgerechnet werden müssten. Allerdings hatte die Ennigerloherin im Januar 2018 noch keine Sozialleistungen beantragt. Ein späterer Antrag war abgelehnt worden, weil ihr Partner, mit dem sie zusammenlebt, zu viel verdient.

3310 Euro nicht bezahlt

Rund 4890 Euro hatte die Bestattung der verstorbenen Mutter der Ennigerloherin der Anklage zufolge gekostet. Die Bestattung habe die heute 51-Jährige in Auftrag gegeben, obwohl zum fraglichen Zeitpunkt schon mehrere Vollstreckungstitel gegen sie vorgelegen hätten und die Vollstreckung offener Forderungen schon einmal gescheitert gewesen sei. Nach einer Teilzahlung sei ein Rechnungsbetrag von 3310 Euro offen geblieben.

Richterin: “Sie müssen vorher klären, wie sie bezahlen“

„Wenn sie solche Sachen beauftragen, müssen sie vorher klären, wie sie sie bezahlen“, machte die Richterin der 51-Jährigen deutlich. Die Voristzende sah den Betrug als erwiesen an. Zudem fehlte der Juristin die Bereitschaft der Angeklagten, die Rechnung zumindest in Raten zu begleichen: „Wenn sie monatlich 50 Euro gezahlt hätten, wären jetzt schon 1500 Euro weg“, verwies die Richterin auf die drei Jahre zwischen Rechnungsstellung und Hauptverhandlung.

Das Gericht verurteilte die 51-Jährige wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 10 Euro, also 300 Euro. Zudem muss die Ennigerloherin die Kosten des Strafprozesses tragen.

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