Bildhauer Brown von der Natur inspiriert
Bild: Schomakers
Erstmals ist eine Ausstellung mit Skulpturen im Ennigerloher Unternehmen L.B. Bohle zu sehen. Bildhauer Gordon Brown aus Hamm präsentiert Werke aus Holz, Glas und Stahl. Das Bild zeigt (v. l.) Armin Bohle, Bennie Priddy und Gordon Brown.
Bild: Schomakers

Die Natur ist für Bildhauer Gordon Brown aus Hamm die größte Inspirationsquelle. Armin Bohle, Prokurist und Technischer Leiter bei L.B. Bohle, wies bei der Ausstellungs-Eröffnung auf den Kontrast hin, den man beim Betreten der Räume empfinde: „Im Eingangsbereich wird man von Glas und Stahl empfangen. Hier sind es die warmen Holztöne der Skulpturen.“ Damit werde bei Bohle erstmals eine Skulpturenausstellung eröffnet.

Nicht mehr nur Bilder zeigen

Bennie Priddy, der bis zu seinem Ausscheiden 2012 die Museum-Abtei-Liesborn 25 Jahre lang geleitet hatte, sagte. „Wir haben bisher gedacht, dass nur Bilder hier präsentiert werden könnten. Aber Herr Brown hat diese Herausforderung auf sich genommen und gemeistert. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“

Werke aus Holz verströmen Wärme

Nach einer Ausbildung zum Tischler und Bildhauer und einem Studium der Bildhauerei arbeitet Brown als freischaffender Künstler und Dozent für Bildhauerei. Warum sich Brown dem Werkstoff Holz zuwandte, habe man beim Betreten der Ausstellung spüren können, bemerkte Priddy. „Seine Objekte verleihen diesem sonst kühlen Raum eine enorme Wärme.“ Holz sei einer der ältesten Werkstoffe der Bildhauerei. Aber traditionell werde seine ästhetische Wirkung mit Farbe überdeckt, wie bei mittelalterlichen Figuren oder japanischen Buddhas. Brown lasse das Holz sichtbar und ließe häufig die Bearbeitung mit Säge und Beil erkennen.

Formen erinnern an Pflanzen

Der Künstler selbst erklärte, einige seiner Arbeiten hätten Analogien zu Pflanzenformen. Kleine Formen befänden sich in einer großen, und alles zusammen bilde in sich eine Welt, die für viele Lebensmodelle stünde. Gordon Brown lege Wert darauf, nur Hölzer aus der Region zu verwenden. „Es gibt wunderschöne Holzarten, aber für meine Arbeiten sollen es Hölzer sein, mit denen wir uns umgeben“, sagte er dazu. Die Werke sind montags bis donnerstags, 9 bis 16 Uhr, sowie freitags, 9 bis 12 Uhr, zu sehen

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