Breitbandausbau reicht auf dem Land nicht aus
Bild: Schomakers
Die SPD-Bundestagsfraktion hatte alle Interessierten zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Internetversorgung im ländlichen Raum“ eingeladen. Mehr als 40 Teilnehmer kamen am Dienstagabend im Hotel Hubertus Ennigerloh ins Gespräch. Sie erhielten unter anderem Informationen über die Zielsetzung zur Internetversorgung bundesweit und im Kreis Warendorf.
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Bernhard Daldrup (MdB), Kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, und Martin Dörmann (MdB), medienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, informierten über die Zielsetzung zur Internetversorgung bundesweit und im Kreis Warendorf.

Am 20. August hat das Bundeskabinett die Digitale Agenda der Bundesregierung beschlossen. Eines der Ziele ist der flächendeckende Ausbau von Hochleistungsnetzen, die Bandbreiten von mindestens 50 Megabits ermöglichen. Dies sei ein ehrgeiziges Ziel, sagte Dörmann. Eine gute Breitbandinfrastruktur sei auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Man rede nicht nur über eine Technik, sondern über gleichwertige Lebensbedingungen. Es sei eine Basistechnik, die sich auf alle Lebensbereiche auswirke. Die SPD-Bundestagsfraktion ist laut Dörmann im Bundestag die treibende Kraft, was den Breitbandausbau angehe. Im Kreis Warendorf habe man die Entwicklung nicht verschlafen, aber es gebe Unterschiede bei der Versorgung im Kreisgebiet.

Beide Bundestagsabgeordneten waren sich einig darüber, dass die Entwicklung des ländlichen Raums von der Entwicklung der Internetversorgung abhängig sei. Dass die Kommunalpolitik für Ostenfelde eine Lösung zumindest für den Ortskern gefunden habe, sei löblich, aber wohl die Ausnahme.

Bürgermeister Berthold Lülf hatte zuvor in seinem Grußwort den Anwesenden den Breitbandanschluss in Ostenfelde beschrieben. „Wir sind unseren eigenen Weg gegangen“, erklärte Lülf. Drei Jahre habe es bis zur Freigabe der Leitung gedauert. Gelungen sei dies mit Unterstützung der Bezirksregierung und engagierter Bürger, doch sei die Internetversorgung in den Außenbereichen immer noch nicht ausreichend. Die Versorgung des ländlichen Raums fände durch die Telekommunikationsunternehmen nicht statt. Lülf kritisierte die Telekom, die ihre Gewinne nur unzureichend für den Kabelausbau im ländlichen Raum nutze. Über Geld könne man aber Anreize geben.

Weder die Telekom noch der Bund könnten alle Kosten allein übernehmen, erklärte Dörmann, der sich abschließend den Fragen der Teilnehmer stellte.

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