Conflutoren berufen jüngstes Gericht ein 
Bild: Helmers
Teuflischen Spaß hatten die Conflutoren bei ihrer Inszenierung auf dem Mettwurstmarkt in Ennigerloh. Das Bild zeigt Peter Wistuba als Döüwel und Dieter Nachtigäller sowie Heinz Winkelmann als Richter des jüngsten Gerichts.
Bild: Helmers

Die erste Anklage der Spaßmacher lautete: Es gibt auch in der Drubbelstadt Steuersünder, die „Schwattmoos“ in der Schweiz gebunkert haben. Das Gericht kam ihnen aufgrund einer Steuer-CD auf die Spur: Die kleine Heidi brachte sie aus ihrer Welt, den Bergen, nach Ennigerloh und verkaufte sie an das Gericht.

Steuersünder in der Seelenwaschanlage

Prompt fiel den Richtern ein Steuersünder in die Hände: Getarnt mit Hut und Sonnenbrille trug er einen Koffer voll Geld mit sich herum. Doch seiner Strafe entkam er nicht: Der Sünder wurde in der Seelenwaschanlage geschrubbt, und der Döüwel zog ihn in die Hölle.

Beichte auf Rädern

Doch die Möglichkeit, zur Beichte zu gehen, wollten auch die Conflutoren den Sündern nicht vorenthalten. Da die Kirche St. Jakobus geschlossen ist, hatten sie kurzerhand ihren eigenen Beichtstuhl gebaut. Er fuhr praktischerweise auf Rädern und kam so, begleitet von gregorianischen Gesängen, zum Volk.

Beate Uhse muss sich verantworten

Kann denn Liebe Sünde sein? Beate Uhse kniete vor dem Beichtstuhl nieder und beichtete, in ihrem Leben allerhand Unkeusches getan zu haben. Auch sie musste die Prozedur in der Seelenwaschanlage über sich ergehen lassen.

Pfarrer Diekmann macht Spaß mit

Dabei bewies auch der „echte“ Pfarrer der Seelsorgeeinheit St. Jakobus, Andreas Diekmann, seinen Sinn für Humor: Er trat aus dem Publikum und nahm kurz selbst Platz in dem heiligen Mobil. Unter Jubelpfiffen der Zuschauer ließ er sich in rasantem Tempo durch die Menge kutschieren.

Bürgermeister kommt in die Hölle

Auch Bürgermeister Berthold Lülf hatte laut dem jüngsten Gericht einiges auf dem Kerbholz. Er habe mit dem Bau eines großen Gebäudes neben dem Rathaus begonnen, hieß es. Ein Schwindel – doch den Richtern konnte er nichts vormachen: Anstatt einer Gruppe für Betreutes Wohnen entstehe dort ein Freudenhaus. Auch der Bürgermeister musste in die Hölle.

Teufel will Ehrenamtskarte

Doch bereits kurz darauf warf ihn der Döüwel mit einem lauten Knall wieder hinaus. Der Teufel habe bereits 70 000 freiwillige Stunden abgeleistet, beschwerte sich der Höllenfürst – und noch immer keine Ehrenamtskarte vom Bürgermeister erhalten.

SOCIAL BOOKMARKS