Denkmal für Junker Voß enthüllt
Fotos: Schomakers
Viele Jahre lang haben (v. l.) Ferdi Schmal und Bernhard Avermiddig den Junker Voß dargestellt. Seit 19 Jahren hat Ulrich Stolberg die Hellebarde in der Hand. Alle drei waren bei der Einweihung des Denkmals auf dem Kirchplatz in Enniger dabei.
Fotos: Schomakers

Ermöglicht hatte es die Kulturstiftung der Sparkasse Oelde-Ennigerloh auf Initiative des Heimatvereinsvorsitzenden Heinz Wessel. „Die Statue ist keine Heldenverehrung“, betonte Künstler Werner Klenk bei der Einweihung. „Diese Zeiten sind vorbei. Wir setzen mit ihr eine Marke in Enniger.“ 

Statue aus Anröchter Stein

Der Junker Voß habe Enniger das Marktrecht gegeben, und diesem Verdienst sei die Skulptur auf dem Kirchplatz gewidmet. Welche

Künstler Werner Klenk (l.) schuf mit Unterstützung von Clemens Böckmann die Statue.
Gründe der Junker damals gehabt hatte, sei nicht bekannt. „Die Ennigeraner sind ihm möglicherweise so lange auf die Nerven gefallen, bis sie das Marktrecht erhielten“, vermutete Klenk. Bei dem Denkmal unterstützt hätten ihn vor allem Clemens Böckmann, die Kunstgießerei Schwab in Münster und Bildhauer Stefan Lutterbeck aus Everswinkel. Verwendet worden sei Anröchter Stein, der sehr gut zu der St.-Mauritius-Kirche passe, erläuterte Klenk. 

Der aktuelle Junker-Voß-Darsteller Ulrich (Usto) Stolberg erinnerte an seine Vorgänger und nannte namentlich Hans-Jürgen Schoel, Ferdi Schmal und Bernhard Avermiddig. Für alle sei es eine Ehre gewesen, die man sich habe verdienen müssen. Stolberg dankte dem Künstler und der Kulturstiftung. 

Symbol für den Enniger Markt

Der Heimatverein sei stolz auf das Denkmal, erklärte der Vorsitzende Heinz Wessel. Man brauche ein Symbol für den Enniger Markt, und Junker Voß sei jetzt das ganze Jahr „unter uns“, betonte Wessel, der die Idee für das Denkmal hatte. Er dankte allen Beteiligten und den Mitarbeitern des Bauhofs für deren Einsatz bei der Aufstellung. 

Enniger um ein Kunstwerk reicher

Die Ursprünge des Junker Voß führten zurück in das Jahr 1430, berichtete Bürgermeister Berthold Lülf. Im Jahr 1430 ehelichte der „edle Burgmann Rothger de Vos die Erbin von Haus Enniger, die edle Jungfer Stine von Horstel“. Als Bürgermeister und Mitglied des Kuratoriums der Kulturstiftung der Sparkasse Oelde-Ennigerloh zeigte sich Lülf erfreut über das Denkmal. Das Kuratorium habe sich nach eingehender Beratung einstimmig

Die Kulturstiftung der Sparkasse Oelde-Ennigerloh ermöglichte das Aufstellen des Denkmals vor der St.-Maurtius-Kirche. Bei der Einweihung war am Sonntag unter anderem das Ennigerloher Kleeblatt vertreten, zu dem auch Junker Voß gehört.
dafür entschieden. Künstler Werner Klenk habe eine vortreffliche Arbeit geleistet, sagte der Bürgermeister. Enniger sei um ein Kunstwerk reicher.

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