Dielenabend: Blüder begeistert Publikum
Bild: Knöpker
Kurzweiliger Abend: Das Musikkabarett von und mit Holger Blüder war der gelungene Auftakt zur neuen Kultursaison auf der Pfarrhaustenne in Enniger. Zwei Aufführungen hat es gegeben – beide waren ausverkauft.
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Beide Aufführungen des Musikkabaretts waren ausverkauft.

Humorvoll, spritzig und witzig

Zwei Stunden lang präsentierte er Lieder von Georg Kreisler und Gedichte von Heinz Erhardt, gepaart mit Eigenkompositionen. Humorvoll, spritzig und witzig zog er die Besucher in seinen Bann.

Dabei erwies sich der Konzertpianist als Meister auf seinem Instrument, dem er mal besinnlich-nachdenkliche, dann wieder rockig-poppige Töne entlockte. „Mein Programm ist lustig und famos, darum lege ich jetzt los.“ Holger Blüder versprach nicht zu viel.

Programm inspiriert von Georg Kreisler und Heinz Erhardt

Nach einer musikalischen Begrüßung in neun Landessprachen folgte ein bunter Mix aus dem Repertoire der zitierten Künstler mit Kultstatus, lustig und famos.

Was hatten Heinz Erhardt und Georg Kreisler gemeinsam? Vier Punkte stellte Holger Blüder heraus: Beide seien Sprachakrobaten und Brillenträger gewesen, hätten die gleiche Statur gehabt und sich mit denselben Themen beschäftigt. Dabei hätten sie die gleichen Sichtweisen geteilt.

Von Liebesleid und Liebeslust

Mit augenzwinkerndem Charme verstand es der mehrfach ausgezeichnete Blüder, den wortverdrehenden Witz von Heinz Erhardt mit dem skurrilen, meist schwarzen Humor von Georg Kreisler zu verknüpfen.

Bestimmten im ersten Teil noch Texte und Lieder von Liebesleid und Liebeslust das Programm, dominierten nach der Pause die leiseren Töne mit dem Thema Natur. „Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n“ - mit Musik von Schubert und Text von Goethe übersetzte Blüder in eine zeitgemäße temperament- und schwungvolle Version: „Hätte er mich nicht gebrochen, hätte ich auch nicht gestochen.“

Heiterkeit garantierte Blüder, als er Heinz Erhardts Gedicht „Der Wald“ zitierte: „Links ein Baum, rechts ein Baum und in der Mitte – man glaubt es kaum – ein Baum.“

Gelungener Auftakt der Dielenabende

Der Beifall des Publikums wollte nicht enden. Holger Blüder verabschiedete sich schließlich von den Zuschauern mit Zugaben, nicht ohne dem Team - bestehend aus Gregor Hartmann, Gisela Barkhausen und Ursula Voeth - zu danken. Sie hatten den Abend auf der Pfarrhaustenne organisiert. Besser hätte der Auftakt nicht sein können.

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