Drubbelstele zurück in Ennigerloh
Bild: Schomakers
An den Sitz des Femegerichts in Ennigerloh erinnert die einst von Wolfgang Lamché geschaffene Stele. Seit dem 1. Mai ist sie zurück in der Drubbelstadt. Das Bild zeigt (vorn v. l.) Steinmetz Paul Becker, Bürgermeister Berthold Lülf und Wolfgang Emunds.
Bild: Schomakers

Zusammen mit Wolfgang Emunds gab Ennigerlohs Erster Bürger am Kleinen Drubbelhaus auch den Blick auf eine Bronzetafel mit Informationen zum Freistuhl und Königsweg (Hellweg) frei, der von Paderborn über Soest, Beckum und Ennigerloh nach Warendorf führte („Die Glocke“ berichtete).

Stele einst Geschenk für Dr. Erich Tradt

Die Drubbelstele hatte der Heimatforscher Dr. Erich Tradt einst von seiner Ehefrau bekommen. Viele Jahre hatte die Stele ihren Platz im Garten von Sohn Klaus Tradt in Warendorf.

Nun überließ dieser sie den Ennigerlohern zur Aufstellung im Drubbel. Mit vielen Unterstützern hatte sich vor allem Wolfgang Emunds für die Rückkehr der Stele eingesetzt – darunter zum Beispiel Ennigerlohs Nachtwächter Walter Witte, der Ostenfelder Steinmetz Paul Becker, Ingo Rampelmann sowie Lothar Klamt.

Sie setzen sich auch für die jährliche Reinigung des Femebrunnens im historischen Kern von Ennigerloh ein. Im Rahmen des Drubbelfestes wurde der Brunnen erstmals in diesem Jahr angeschaltet.

Impuls ging von Familie Tradt aus

Bürgermeister Berthold Lülf war von der Idee begeistert, die geschichtsträchtige Stele zurückzuholen. Auch er führte Gespräche mit Klaus Tradt. „Viele griffen in die Speichen, damit dieses Kleinod zurück in unsere Stadt kommt“, stellte er heraus. Der Impuls sei aber von Familie Tradt ausgegangen. Der Dank aller Anwesenden war ihr sicher.

Informationen zum Femegericht erhielten die Anwesenden von Nachtwächter Walter Witte. So sei das Femegericht, das wohl auf Kaiser Karl den Großen zurückzuführen sei, für Ennigerloh, Oelde und das Kirchspiel Lette zuständig gewesen.

Rundfahrten in Oldtimern

Musikalisch wurde das Drubbelfest vom Spielmannszug Enniger-Vorhelm sowie vom Modern Wind Orchestra aus Westkirchen gestaltet. Einige Treckerfreunde luden zu Rundfahrten in Oldtimern ein.

Die Bewirtung lag in den Händen der Drubbelgastronomie, die auch ihre Drubbelfahne aufgehängt hatte. „Ich hoffe, dass wir diese Fahne künftig bei einem Drubbelfest sehen“, sagte Ingo Rampelmann.

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