Dumme Sprüche zum Sportheim nerven Grün-Weiß
Bild: Gog
Beim Neujahrsgespräch der Christdemokraten in der Westkirchener Mühle stellten (v. l.) der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker, Laurenz Frisch, Ingrid Halene und Guido Gutsche die Hochglanzbroschüre „Westkirchen aktiv! Westkirchen kreativ!“ vor.
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Zur Erinnerung: Im Oktober waren im Zusammenhang mit dem Sportheim-Bau in Westkirchen offene Rechnungen in Höhe von mehr als 100 000 Euro aufgetaucht, von denen im Rathaus offenbar niemand etwas gewusst hatte. Der Rat stellte seinerzeit entsprechende Gelder überplanmäßig zur Verfügung, um örtliche Handwerker nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bringen („Die Glocke“ berichtete).

Es könne doch nicht so lange dauern festzustellen, „wer wann was für 100 000 Euro in Auftrag gegeben hat“, kritisierte ein Bürger beim CDU-Neujahrsgespräch am Donnerstagabend in der Westkirchener Mühle das Warten auf den noch ausstehenden Prüfbericht.

Guido Gutsche, Vorsitzender der christdemokratischen Ratsfraktion in Ennigerloh, nahm den Ball auf, um grundsätzliche Kritik am Bürgermeister und seinen Mitarbeitern festzumachen. „Die Verwaltung hätte schon viel früher erkennen müssen, dass beim Sportheim Westkirchen etwas aus dem Ruder läuft.“

Dumme Sprüche im Umfeld des Finanzdebakels hätten sich viele der 730 Mitglieder des Sportvereins (SV) Grün-Weiß Westkirchen anhören müssen, machte deren Vorstandsmitglied Heiner Mentrup deutlich. Er nutzte die Veranstaltung in Mühle zur öffentlichen Klarstellung, dass der SV rein gar nichts mit den Auftragsvergaben zu tun habe. Sämtliche versprochenen Eigenleistungen seien dagegen von den Sportlern ordnungsgemäß erbracht worden, merkte Mentrup an.

Ingrid Halene, Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Westkirchen, hatte in ihren Grußworten die aktuellen Baustellen des Golddorfs benannt. Das Bushäuschen bei Badde, die Schulhofgestaltung und der Ausbau der Gerhard-Frede-Straße kamen auf diese Weise in den Blickpunkt des Interesses.

Ingrid Halene präsentierte zudem die Hochglanzbroschüre „Westkirchen aktiv! Westkirchen kreativ!“, die vor zwei Monaten erschienen war und sowohl Neubürgern als auch Alteingesessenen das 2800-Einwohner-Dorf in seiner vielfältigen Facetten näher bringen soll.

Mehr zum Neujahrsgespräch der CDU lesen Sie in der „Glocke“-Ausgabe am Samstag.

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