Ehepaar schildert brutalen Raubüberfall
Am Landgericht Münster haben beim zweiten Verhandlungstag zum Raubüberfall in Westkirchen die Aussagen der Zeugen im Mittelpunkt gestanden. Sie gaben an, dass einer der zwei Räuber brutal agierte.

Ihm wird von der Staatsanwaltschaft unter anderem schwerer Raub vorgeworfen. Bisher hat der Armenier seine Tatbeteiligung nicht bestritten. Aber er behauptet, er habe bei dem Überfall nur zurückhaltend agiert, sei stark alkoholisiert gewesen und von seinem Partner in den Vorfall hineingezogen worden. Aufklärung erhoffte sich die Kammer am Donnerstag von den Zeugenaussagen des überfallenen Ehepaars aus Westkirchen. Die Eheleute schilderten nahezu identisch den Tathergang, den die Staatsanwältin zu Prozessbeginn dem Armenier vorgehalten hatte. Der Frau war das Nasenbein gebrochen worden. Die Räuber misshandelten sie, bis die Frau ihnen Geld- und Wertsachen herausgab. Die Ganoven bedrohten auch ihren Ehemann mit einer Waffe und fügten ihm mit dem Lauf des Revolvers eine Kopfverletzung zu.

Die Westkirchener Eheleute beschrieben den kleineren der beiden Räuber als Hauptakteur, weil er aktiver und brutaler vorging. Seine Größe gaben sie an mit 1,70 bis 1,75 Metern. Dies passte auf den Armenier. Der zweite Räuber soll nach Aussage des Ehepaars aber fast einen Kopf größer gewesen sein als sein Partner. Der zweite Räuber soll nicht handgreiflich geworden sein, sondern habe nur das Bargeld und den Schmuck eingetrieben. Der Armenier hatte dagegen einen wesentlich kleineren Mann als seinen Komplizen beschrieben, dessen Identität bis heute nicht nicht ermittelt ist.

Der Prozess wird am Montag, 3. September, fortgesetzt.

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