Ein historischer Tag
Bild: Meintrup
Gemeinsam beteten (v. l.) Pfarrer Axel Heinekamp, Pfarrer Sebastian, Diakon Paul Sommer, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Pfarrer Andreas Dieckmann vor der Ausgabe der Kommunion. Am Samstag wurden die vier katholischen Kirchengemeinden aus Ennigerloh, Westkirchen, Enniger und Ostenfelde im Rahmen einer Fusionsfeier zu der Pfarrei St. Jakobus Ennigerloh zusammengelegt.
Bild: Meintrup

Die Pfarrgemeinden St. Jakobus Ennigerloh, St. Laurentius Westkirchen, St. Margaretha Ostenfelde und St. Mauritius Enniger wurden zur Pfarrei St. Jakobus zusammengelegt. Die Kirchen der Gemeinden werden ihr Patrozinium beibehalten, die Kirchen von St. Margaretha, St. Mauritius und St. Laurentius werden Filialkirchen, Pfarrkirche ist von nun an die St.-Jakobus-Kirche in Ennigerloh.

 

Das „Wir“ wird großgeschrieben

Mit einer gemeinsamen Feier auf dem Marktplatz hatte der Gründungstag begonnen. Begleitet von Bannerträgern von 18 örtlichen Verbänden und Vereinen zogen die Verantwortlichen von der Kirche auf den Marktplatz. Dort betonte Pfarrer Andreas Dieckmann, dass das „Wir“ in der neuen Gemeinde großgeschrieben werde. Bewusst sei der Marktplatz als öffentlicher Ort gewählt worden, um das Christsein öffentlich und gemeinsam zu zelebrieren. Unter der Begleitung des Bläserensembles Ostenfelde unter Leitung von Agnes van Bergerem zogen die Gläubigen in einer festlichen Prozession mit den Bannern in Richtung St.-Jakobus-Kirche. Spontan stimmten die Teilnehmer singend in das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ ein. Weihbischof Dr. Stefan Zekorn betonte, dass der bereits gegangene Weg als äußeres Zeichen für den neuen Weg gesehen werden könne, den die vier Gemeinden einschlügen. In einer hoffnungsvollen und zuversichtlichen Predigt betonte Dr. Zekorn, dass kirchliche und gesellschaftliche Veränderungen in einem kulturellen Umbruch spürbar seien, was sich auch in den zurückgehenden Hochzeits- und Taufzahlen zeige. Die Tendenz zur Säkularisierung werde deutlich, und Umbrüche seien auch in den rückläufigen Zahlen der Jugend innerhalb der kirchlichen Strukturen spürbar.

 

Lebendiger Glaube

In St. Jakobus entdecke er den lebendigen Glauben und eine vitale Gemeinschaft, fasste der Weihbischof zusammen. Es habe sich ein großes Netz vor Ort und auf Ebene der Pfarrei gebildet. Ein Beispiel hierfür sei der Projektchor, der aus Mitgliedern der vier Kirchenchöre besteht und unter Leitung von Dirigent Michael Janotta und begleitet von Andreas Unger an der Orgel die Messe mit fröhlichen Liedern bereicherte. „Viele Stimmen kommen hier zu einer Symphonie zusammen“, betonte Dr. Zekorn. Die Messe wurde von Ministranten und Lektoren aus allen vier Gemeinden mitgestaltet.

 

 

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der „Glocke“ auf der Ennigerloher Lokalseite.

 

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