Ennigerloher wegen Bedrohung vor Gericht 
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Ein 34-jähriger Ennigerloher muss sich seit Donnerstag wegen Freiheitsberaubung, Bedrohung und Beleidung vor dem Warendorfer Amtsgericht verantworten.   
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Ihm wird vorgeworfen, eine Nachbarin am 22. Juni 2016 daran gehindert zu haben, seine Wohnung zu verlassen. Zudem soll er sie am 20. Juli beleidigt und bedroht haben. 

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Er habe es in dem Mehrfamilienhaus aufgrund seiner Vorgeschichte nicht leicht, sagte der 34-Jährige, der wegen Körperverletzung mit Todesfolge mehrere Jahre im Gefängnis gesessen hatte. „Ich wollte eigentlich zur Ruhe kommen und neu beginnen.“ Er habe sich auf den Einzug in die Wohnung gefreut.

Nachbarin soll Angeklagten erpresst haben

Die Hausbewohner hätten aber vor seinem Einzug von seiner Gefängnisstrafe erfahren. Eine Nachbarin habe ihn damit erpresst. Sie habe ihm mehrfach zu verstehen gegeben, dass es ihm nur gut gehen werde, wenn er tue, was sie von ihm verlange, erklärte der Ennigerloher, der sich im Lauf der Verhandlung immer wieder unaufgefordert zu Wort meldete. „Sein Hauptproblem ist seine Außendarstellung“, betonte sein Verteidiger.

Der Bewährungshelfer des 34-Jährigen sagte, dass der Angeklagte wegen des Nachbarschaftsstreits verzweifelt sei. Ein Urteil fällte das Gericht am Donnerstag nicht. Da keine Zeugen geladen waren, soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

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