„Es ist keine Dosis übrig geblieben“
Foto: Junker
Damit keine Dosis verschwendet wird, hat der Kreis Reservelisten gebildet. Auf diese griff das St.-Josef-Haus in Ennigerloh im Rahmen der Impfaktion vor einer Woche zurück.
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Dort hatten vor einer Woche 74 der insgesamt 85 Bewohner des Seniorenheims die ersten Impfungen gegen das Coronavirus in Ennigerloh erhalten. Am Samstag folgte das Pflegepersonal. „Es ist nicht eine Dosis übrig geblieben“, sagte Angelika Everkamp gestern gegenüber der „Glocke“. Außer den Bewohnern und Mitarbeitern hätten sich noch 25 Rettungskräfte immunisieren lassen. Die Verantwortlichen griffen dabei auf die Reserveliste des Kreises zurück.

Kreis bildet Reserveliste

Weit im Voraus einer Impfaktion müssen unter anderem Aufklärungsgespräche geführt, die Krankengeschichte abgefragt und das Einverständnis der zu Impfenden oder ihrer gesetzlichen Vertreter eingeholt werden. Auf Grundlage dieser Informationen wird der Impfstoff geordert. Dennoch kann es passieren, dass am Tag einer Impfaktion jemand nicht immunisiert werden kann und somit Dosen übrig bleiben.

Damit kein Impfstoff verschwendet wird, hat der Kreis Warendorf Reservelisten gebildet. Auf dieser stünden beispielsweise Mitarbeiter der Rettungsdienste, der Polizei und der Feuerwehren, die dann informiert würden und in die Einrichtungen kommen könnten, erklärte der Kreis auf Nachfrage. Da sich der Impfstoff der Pharmaunternehmen von Biontech und Pfizer aufbereitet nur bis zu fünf Stunden im Kühlschrank hält – nicht aufbereitet bis zu drei Tage –, ist Eile geboten. „Die Rettungskräfte waren zügig hier“, sagte Angelika Everkamp.

„Noch keine Impfdosis verfallen“

Insgesamt 225 Personen der Reserveliste sind dem Kreis Warendorf zufolge bislang geimpft worden. „Es ist noch keine Impfdosis verfallen“, betonte Sprecherin Kerstin Butz.

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