Farbenfrohes Projekt in der Schulküche
Bild: Hübl

So blau soll das ganze Tuch werden: Die Schüler Leon Staratzke, Paul Rakette und Tobias Pahnke (v. l,) waren in der Realschule zur Windmühle in ihre Projektarbeit vertieft.

Bild: Hübl

Kaffee, Kamille, Tagetis, Krapp, Zwiebelschalen oder Cochenille hatten Barbara Kramer und Christel Bartmann zusammengetragen, damit die Schüler unterschiedliche Materialien einfärben konnten. Die beiden Mütter, deren Kinder mittlerweile die Schule verlassen haben, wirken trotzdem bei den Projektwochen weiterhin mit Rat und Tat mit.

Auszeichnung als Schule der Zukunft

Fachlehrerin Felicitas Inkmann freute sich über die Unterstützung, die das bereits dritte Projekt an der Schule möglich macht. Für das Projekt „Vom Korn zum Brot“ war die Realschule kürzlich im Rahmen einer Landeskampagne als Schule der Zukunft ausgezeichnet worden.

Achtklässler bauen Pflanzen selbst an

Um einzelne Naturfarbstoffe herzustellen, hatten die Schüler diesmal verschiedene Pflanzen auf dem benachbarten Mühlenacker angebaut und geerntet. „Bestimmte Pflanzen können dort aber nicht wachsen, so dass wir die Farbstoffe hinzugekauft haben“, erklärte Christel Bartmann. Und dann ging es los. An jedem Herd konnten die Schüler in einer Arbeitsanweisung nachlesen, was da in den Töpfen verarbeitet werden sollte und wie zu verfahren war. Mit Kittel und Gummihandschuhen ausgestattet machten sie sich ans Werk. Baumwolle, Rohwolle als Fasern oder Flies sowie Seide in unterschiedlichen Formen sollten ihr tristes Weiß gegen ein mehr oder weniger kräftiges Rot, Blau, Grün oder Braun eintauschen.

Projektarbeit an der Wand verewigt

„Wichtig ist, dass ihr euch an die Arbeitsanleitungen haltet“, betonte Barbara Kramer, die mit Christel Bartmann die Wollsorten schon vorbehandelt hatte, damit die Farben auch voll zur Geltung kommen konnten. Die praktische Arbeit machte den Schülern sichtlich Spaß, aber mit dem Färben allein war es nicht getan. „Wenn alles eingefärbt ist, sollen die Schüler die verschiedenfarbigen Masterialien auf 30 mal 30 Zentimeter große Bilder applizieren“, erklärte die Lehrerin. „Die werden dann zu einem Gesamtkunstwerk zusammengetragen und in der Schule aufgehängt.“ Damit entsteht diesmal etwas Bleibendes. Denn das Brot und die Kartoffeln der vorherigen Projekte wurden aufgegessen.

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