Filigran bis in die Spitzen
Bild: Schomakers
Museumsleiterin Monika Schmillenkamp präsentiert einen kostbaren Fächer aus Brüsseler Spitze, der um 1880 entstand. Die Jubiläumsausstellung „Filigran bis in die Spitzen“, wird am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr in der Alten Brennerei Schwake in Ennigerloh eröffnet.
Bild: Schomakers

 Von Sonntag, 11. Oktober, bis Sonntag, 8. November, wird unter dem Motto „Filigran bis in die Spitzen“ eine Vielfalt der Handarbeitstechniken gezeigt. Die Ausstellung wird am 11. Oktober um 11 Uhr im Kulturzentrum der Stadt Ennigerloh, der Alten Brennerei Schwake, eröffnet. Für musikalische Umrahmung sorgt die Ennigerloher Cellistin Sylvia Zywietz. Am Eröffnungstag gibt es als Begleitprogramm außerdem Vorführungen unterschiedlichster Spitzentechniken zu den Themen Klöppel- und Nadelspitzen, Occhi, auch Schiffchenarbeit genannt, Filet- und Sonnspitzen, sowie Makramee- und Strickspitzen.

2005 Museum gegründet

Museumsleiterin Monika Schmillenkamp sammelt seit 30 Jahren und gründete im Jahr 2005 das Museum, das seine Bleibe im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Dach des Kulturzentrums fand und auch mit dem Aufzug zu erreichen ist. Die Jubiläumsausstellung zeigt Sammelstücke aus ihrer eigenen Sammlung, sowie einige Leihgaben. Zu sehen ist eine Vielfalt von Spitzentechniken.

Handgearbeitete Spitze

„Der Reiz der Spitzen liegt in ihren durchbrochenen Oberflächen. Seit dem 17. Jahrhundert und bis zur letzten Blüte um 1900 gehörten die handgearbeiteten Spitzen als Luxusartikel zur kostbaren Ausstattung eleganter Kleidung“, erklärt Monika Schmillenkamp. Die in der Ausstellung präsentierten edlen Klöppel- und Nadelspitzen, die ältesten sind um 1700 entstanden, bestechen durch ihre Feinheit. Durch die maschinelle Fertigung ab dem Jahr 1850 konnten die Spitzen schneller und kostengünstiger fabriziert werden. Sie waren nun für eine breite Käuferschicht erschwinglich. Kleidung, Wäsche und Heimtextilien seien damit verziert worden, weiß die sachkundige Sammlerin Monika Schmillenkamp.

Mit Nadel und Faden gearbeitet

Spitzenmuster werden mit etlichen Handarbeitstechniken erzeugt. In der Ausstellung finden sich zahlreiche gestickte Spitzen, Bändchenspitzen, Durchbrucharbeiten, Filetspitzen, die in Italien entwickelte Spitzentechnik Reticella und Sonnen- und Tüllspitzen. „Alle werden ausschließlich mit Nadel und Faden gearbeitet“, sagt Museumsleiterin Monika Schmillenkamp.

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