Freibadbecken muss erneuert werden
Bild: Schomakers
Das Schwimmerbecken im Ennigerloher Freibad Stavernbusch muss nach Expertenansicht erneuert werden. Strandkörbe, Rutschen und Stege sollen das Bad attraktiver machen.
Bild: Schomakers

Alle Jahre wieder: Sobald das Eis getaut ist, lassen die städtischen Mitarbeiter das Wasser aus dem Schwimmerbecken und greifen zu Kelle und Pinsel, um Schäden an den Wänden und auf dem Boden der Anlage mit Füllspachtel auszubessern und anschließend mit einer neuen Farbschicht zu versehen. Das ist in der Vergangenheit stets gut gegangen: Im Mai stand das Schwimmerbecken den Badegästen stets wieder zur Verfügung.

Wegen der immer deutlicher zutage tretenden Schäden hatte ein Gutachten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen der Stadt Ennigerloh jedoch empfohlen, von der weiteren punktuellen Sanierung des Schwimmerbeckens abzusehen und stattdessen eine grundlegende Erneuerung ins Auge zu fassen.

Jörg Stachel, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Hildesheim (PGH) und Experte für den kommunalen Bäderbau, unterbreitete dem Betriebsausschuss jetzt seine Ideen für solch ein Projekt. Um das Freibad Stavernbusch „für die nächsten 30 Jahre fit zu machen“, müssen nach Ansicht von Stachel nicht nur die Bauschäden an der Altsubstanz beseitigt werden. Vielmehr sollte die Stadt Ennigerloh „die Wasserfläche in Richtung auf eine freizeitorientierte Einrichtung optimieren, die nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Entspannen, Erholen und Spielen einlädt“. Stachel sprach in diesem Zusammenhang von Strandkörben, Rutschen und Steganlagen. Gesamtkosten: rund eine Million Euro.

Im Wirtschaftsplan des Ennigerloher Bäderbetriebs sind pro Jahr 100 000 Euro für die Sanierung des Schwimmerbeckens vorgesehen. „Nur mit dieser Summe brauchen Sie gar nicht anzufangen“, erklärte Stachel dem Betriebsausschuss, der angesichts der genannten Summe von einer Million Euro schlagartig ins Grübeln kam. Ausschussvorsitzender Heinrich Wessel (CDU) brachte es auf den Punkt: „Ich glaube, wir müssen uns jetzt erst einmal überlegen, ob wir so viel Geld tatsächlich in die Hand nehmen wollen.“

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