Geld für Alte Vikarie in Enniger fehlt
Bild: Schomakers
„Die Kirchengemeinde befindet sich in einer Umbruchphase“, erklärte Pfarrer Andreas Dieckmann im Rahmen der Gemeindeversammlung im Mauritiusheim Enniger.
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Mehr als 30 Gemeindemitglieder trafen sich im Mauritiusheim zu einem Gedankenaustausch.

Die Alte Vikarie gehöre zum Dorfbild, betonte Pfarrer Andreas Dieckmann. Aber die Kirchengemeinde könne das Gebäude nicht weiter unterhalten. Er empfahl, eine Lösung zu suchen, von der viele in Enniger etwas haben. Kein Problem habe man, wenn die Kolpingfamilie den Unterhalt übernommen hätte, bemerkte dazu Bernhard Gallenkemper vom Kirchenvorstand. Die Kolpingfamilie, das stellte deren Vorsitzender Ludger Demski klar, habe das Sportheim übernehmen müssen, damit ihre Plattdeutsche Theatergruppe dort weiterhin ihre beliebten Aufführungen inszenieren könne. „Wir können leider nicht beide Gebäude unterhalten“, bedauerte Demski.

Bereits im Vorfeld hatte sich der Kirchenvorstand um eine Nachnutzung bemüht. Bisher zeige nur ein örtlicher Verein Interesse, berichtete Gallenkemper. Der Kirchenvorstandsvorsitzende wünscht sich eine kirchliche Einrichtung oder einen Ennigeraner Verein als künftigen Träger der Alten Vikarie, in der schon Augustin Wibbelt einen Teil seiner Ausbildung in jungen Jahren erhielt. Dieses Stichwort griff Helmut Berste auf. Er stellte die Frage in den Raum, inwieweit man die Alte Vikarie als Augustin-Wibbelt-Schule für die Plattdeutsche Sprache im Sinne des Heimatdichters nutzen könne. Diesen Gedanken will der Kirchenvorstand verfolgen. Ralf Senger sagte, er könne sich einen Förderverein vorstellen, der sich für den Betrieb und den Unterhalt des Gebäudes einsetze, damit es in „örtlicher Hand“ bleibe. Laut Gallenkemper ist das Gebäude „in Ordnung“, und die Bewirtschaftungskosten seien überschaubar.

Aus Sicht von Gemeinderatsmitglied Joachim Nienkemper müsse man in Enniger enger zusammenrücken, um künftige Aufgaben erledigen zu können. „Wir müssen gemeinschaftlich handeln“, empfahl er. Ehrenamtliche würden leisteten viel, und man dürfe froh sei, dass viele Dinge in der Gemeinde so gut laufen. Nienkemper machte jedoch auch deutlich, dass die Aufgaben für Ehrenamtliche immer weiter anwachsen würden und dass man daher immer weniger Ehrenamtliche finde

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