Gemeinsam zur Ennigerloher Gewerbeschau
Bei einem ersten Treffen in der Alten Brennerei Ennigerloh haben gewerbetreibende Frauen einen gemeinsamen Stand für die Gewerbeschau im Juni geplant. Am morgigen Donnerstag findet ein zweites Treffen im Rathaus statt. Gleichstellungsbeauftragte Ingeborg Seliger und Wirtschaftsförderin Julia Neuhaus laden dazu ein.

Sie luden die Frauen zu einem Treffen ein. Das zweite beginnt am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr im Rathaus, Zimmer 105. Ziel sei es, einen gemeinsamen Stand für die Gewerbeschau zu planen, sagt Gleichstellungsbeauftragte Ingeborg Seliger.

„Die Glocke“:  Warum haben Sie sich speziell an gewerbetreibende Frauen gewandt?

Seliger: Wir wollten Frauen erreichen, die allein oder zu zweit ein Kleingewerbe betreiben. Die Teilnahme an der Gewerbeschau ist mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Das ist nicht für jeden machbar. Es ist schwierig, so etwas auf die Beine zu stellen, wenn man zum Beispiel ein Nebengewerbe als Nageldesignerin hat. Meine Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte ist es, Frauen zu unterstützen. Ich wollte schon lange einen Unternehmerinnenstammtisch gründen. Einen gemeinsamen Stand für die Gewerbeschau vorzubereiten, ist zum Auftakt ein schönes Projekt. Wir haben aber auch Männer nicht ausgeschlossen, die sich als Einzelkämpfer an der Gewerbeschau beteiligen wollen.

„Die Glocke“:  Welchen Eindruck hatten Sie vom ersten Treffen?

Seliger:  Der Einstieg war gut. Alle Frauen waren begeistert davon und sagten, so etwas bräuchten sie schon lange. Sie wollen sich austauschen, sie wollen netzwerken. Ich fand es toll, dass so viele engagierte Frauen zusammengekommen sind. Es gab sofort gute Ansatzpunkte und Ideen. Und der Spaß an dem gemeinsamen Projekt war spürbar.

„Die Glocke“.  Wie soll es jetzt weitergehen?

Seliger:  Die Teilnehmerinnen waren sich direkt einig, dass sie einen Unternehmerinnenstammtisch einrichten wollen. Der Kreis soll aber auf alle Gewerbetreibenden aus Ennigerloh ausgeweitet werden. Auch nach der Gewerbeschau sollen die Treffen alle zwei Monate stattfinden.

„Die Glocke“:  Was wünschen Sie sich allgemein für die Wirtschaft? 

Seliger:  Am schönsten wäre es, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt Zugang zu allen Berufen hätten.

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