Gespräch gesucht über Kirchturm hinaus
Bild: Schomakers
Ennigerlohs politische Prominenz hat an einer Diskussionsrunde in der Pfarrkirche St. Mauritius Enniger teilgenommen. Das Bild zeigt (v. l.) Hans-Henner Eisenhuth (FDP), Bernhard Dombrink (FWG), Bürgermeister Berthold Lülf (im Vordergrund), Guido Gutsche (CDU), Jürgen Wagner (SPD) und Siegfried Darga (GAL).
Bild: Schomakers

 Sie gehörte zur Vortragsreihe der Frühjahrsakademie 2012 der Seelsorgeeinheit Ennigerloh mit dem Thema „Die Bergpredigt.“

 Die Einladung hatte Guido Gutsche (CDU), Jürgen Wagner (SPD), Bernhard Dombrink (FWG), Hans-Henner Eisenhuth (FDP) und Siegfried Darga (GAL) überrascht. Sie war für sie dann aber Anlass gewesen, sich mit der Bergpredigt wieder zu befassen.

Entsprechend gespannt waren die Fraktionsvertreter, was sie in der Kirche erwartete. Es werde kein Bibelabend, versicherte Pfarrer Heinekamp in seiner Einführung. Auch wolle man den Lokalpolitikern keine Moralpredigt halten. Die Bergpredigt biete sich vielmehr als Ausgangspunkt für eine Diskussion an. Lokale politische Themen hingegen blieben an diesem Abend weitestgehend vor der Kirchentür.

 Nicht nur Axel Heinekamp interessierte, was die Lokalpolitiker mit der Bergpredigt verbinden. Für Gutsche ist sie ein „ungewöhnliches Thema“. Wagner sieht in der Bergpredigt das Grundsatzprogramm des Christentums. Freiheit und Solidarität stünden auch im Parteiprogramm der SPD. Er hält die in der Bergpredigt angesprochenen Themen für hochpolitisch.

Auch in der Politik gehe es um Gerechtigkeit, erklärte FWG-Ratsmitglied Dombrink. FDP-Ratskollege Eisenhuth wies auf unterschiedliche Auslegungen der Bergpredigt hin. „Für mich geht es um die Würde des Menschen“, nahm er als Leitlinie für sich in Anspruch. „Die Bergpredigt ist nicht meine Welt“, erklärte Darga und betonte: „Die Menschen sind allein verantwortlich für ihr Tun.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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