Gewalt auf der Rathaustreppe?
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Gewaltvorwürfe gegen zwei 21-Jährige konnten das Amtsgericht Warendorf am Mittwoch nicht klären.  Die Aussage des Geschädigten fehlte.
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Was genau ist passiert in den frühen Morgenstunden des 19. Oktober vergangenen Jahres auf der Rathaustreppe in der Innenstadt Ennigerlohs? Diese Frage stand am Mittwoch im Mittelpunkt einer Verhandlung vor dem Warendorfer Amtsgericht, bei der sich zwei Ennigerloher wegen Körperverletzung zu verantworten hatten. Die beiden 21-Jährigen sollen jemanden zunächst angepöbelt und danach mit Schlägen und Tritten traktiert haben.

Der Geschädigte konnte die Anklagevorwürfe jedoch nicht genauer erläutern. Trotz ordnungsgemäßer Ladung war er nicht zu der Verhandlung in Warendorf erschienen. Gegen ihn wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von 150 Euro verhängt.

Die beiden Angeklagten versicherten vor Gericht einstimmig, zum fraglichen Zeitpunkt nicht in der Nähe der Rathaustreppen gewesen zu sein. Einer von ihnen betonte, zuerst eine Geburtstagsfeier besucht zu n haben und anschließend in Oelde-Stromberg übernachtet zu haben. Der andere Mann berichtete dem Gericht davon, zunächst mit Freunden etwas getrunken und dann in einem Oelder Club gefeiert zu haben. „Es war sicher vier oder fünf Uhr, als wir da abgeholt worden sind.“

Wenig Licht ins Dunkle brachte beim Amtsgericht auch die Aussage eines 19-jährigen Auszubildenden. Er sei zwar in Begleitung des Geschädigten an den Rathaustreppen in Ennigerloh gewesen, berichtete er dem Gericht. Am fraglichen Abend sei er allerdings ziemlich betrunken gewesen. „Die Erinnerung ist zu 99 Prozent weg“, sagte der junge Mann.

An einem weiteren Verhandlungstermin sollen weitere Zeugen, aber auch der Geschädigte selbst vernommen werden.

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