Gewerbesteuereinnahmen steigen
Im ersten Quartal hat die Stadt Ennigerloh bereits mehr Gewerbesteuern einnehmen können, als im Haushaltsplan für das ganze Jahr  angesetzt waren.

Im aktuellen Etat ist die Summe der zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen mit 6,6 Millionen Euro beziffert. Ende März stand fest, dass diese Summe überschritten ist und man nun mit 7,18 Millionen Euro rechnet. Grund für diese positive Entwicklung ist der Eingang einer Steuervorauszahlung eines Ennigerloher Unternehmens. „Von dieser Vorausleistung sind wir in der vergangenen Woche überrascht worden“, berichtete Kämmerer Jürgen Wildemann.

Normalerweise würden zum Ende des ersten Quartals etwa 86 Prozent des Haushaltsansatzes der Gewerbesteuereinnahmen erreicht. Aufgrund der nun vorliegenden Zahlen seien 108 Prozent des Ansatzes erfüllt. Aufgrund der erhöhten Hebesätze rechnet Kämmerer Jürgen Wildemann mit zusätzlichen Einnahmen (Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer) in Höhe von 329 000 Euro. Gleichzeitig sinkt der Beitrag für die Kreisumlage, so spart die Stadt 144 000 Euro.

Aufgrund der Steuermehreinnahmen steigt aber auch der zu zahlende Anteil die Stadt Ennigerloh an der Gewerbesteuerumlage sowie für den Fonds Deutsche Einheit. Auch auf die Berechnung der zu erwartenden Schlüsselzuweisungen wirke sich die veränderte Zahl aus. „Nur etwa 20 bis 30 Cent von jedem eingenommenen Steuer-Euro bleiben in unserer Stadtkasse“, erklärte Bürgermeister Lülf. Unter diesen Voraussetzungen verringert sich das zu erwartende Haushaltsdefizit für 2011 um 707 420 Euro von 4,8 auf 4,1 Millionen Euro.

Allzu positiv mögen Kämmerer Jürgen Wildemann und Bürgermeister Berthold Lülf aber nicht in die Zukunft blicken. „Der Finanzbericht für das erste Quartal zeigt lediglich eine Momentaufnahme. Kommende andere Steuermessbescheide können sich negativ auswirken und etwaige Einnahmehoffnungen wegbrechen lassen“, sagte Wildemann. „Ob der positive Trend anhält, vermag niemand zu sagen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind keine planbare Größe.“ Erwartungsgemäß gingen aber die meisten Gewerbesteuerzahlungen in der zweiten Jahreshälfte ein. „Der Trend, der sich zeigt, ist positiv, Gewissheit, dass es so weitergeht, haben wir aber nicht“, sagte Lülf.

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