Gotteshaus wieder mit Leben füllen
Bild: Hübl
Fünf kleine Feuer wurden während der Eucharistiefeier in der St.-Jakobuskirche in Ennigerloh auf dem Altar entfacht – diese sollten die fünf Wunden Christi symbolisieren. Pfarrer Sebastian (links), Weihbischof Dr. Stefan Zekorn (Mitte) und Pfarrer Andreas Diekmann (rechts) nahmen die Altarweihe vor.
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Nach einer gründlichen Sanierung und Renovierung der St.-Jakobuskirche, die 14 Monate in Anspruch genommen hat, ist das Gotteshaus nun wieder der Mittelpunkt des religiösen Lebens in Ennigerloh. Um allen Gemeindemitgliedern die Chance zu geben, an dem festlichen Gottesdienst teilzunehmen, wurde er per Kamera in das benachbarte Pfarrheim und in das St.-Josefs-Haus übertragen. In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Zekorn noch einmal an die Schließung der St.-Ludgeruskirche eine Woche zuvor, die nicht nur ihm nahe gegangen sei. Die Tatsache, dass die St.-Jakobuskirche so eine lange Zeit eine Baustelle gewesen sei, interpretierte er als eine Chance, etwas Neues zu gestalten. Ganz so wie im Leben, das in all seinen Facetten ebenfalls einer Baustelle gleiche. Nun sei es an der Zeit, das neugestaltete steinerne Haus Gottes wieder mit Leben zu erfüllen, betonte Pfarrer Andreas Dieckmann. Und die Eucharistiefeier zur Altarweihe sei der erste wichtige Schritt.

Fünf Feuer auf dem Altar entzündet

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn segnete als erstes das Weihwasser und anschließend die Gemeinde, die die Kirche bis auf den letzten Platz füllt. Anschließend weihte er den Ambo. Die Lesung aus dem Buch Genesis griff die allererste Altarweihe Jakobs auf. „Und wir werden es heute genauso machen“, ergänzte der Weihbischof. Er setzte die Reliquien aus St. Ludgerus und St. Jakobus unter einer Glasplatte unterhalb des Altars bei, salbte diesen und entzündete fünf kleine Feuer auf dem Altar, die die fünf Wunden Christi symbolisieren sollen. Mit einem feierlichen Weihegebet wurde der anschließend seiner Bestimmung übergeben und die Gemeindemitglieder nahmen das Abendmahl ein. Als letzte Handlung segnete der Weihbischof das Tabernakel und das ewige Licht wurde entzündet. Musikalisch wurde die Eucharistiefeier vom Kirchen- und Kinderchor unter der Leitung von Andreas Unger begleitet. Der Auszug durch das Hauptportal beendete den Gottesdienst, der die renovierte Kirche wieder im Gemeindeleben verankert hat.

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