„Grandios, was sie geleistet haben“
Bild: Schomakers
Zu den ersten offiziellen Nutzern des neuen Reitplatzes des Reit- und Fahrvereins Vornholz gehörte am Montag bei der Fohlenschau die Ponystute Lucky Strike mit ihrem Stutfohlen Valerius. Züchter und Besitzer ist Hubert Vrochte aus Hoetmar. Das Bild zeigt den (v. l.) RFV-Vorsitzenden Markus Scharmann und Corina Deisting nach der Vorführung auf dem neuen Trainings- und Turniergelände in Vornholz.
Bild: Schomakers

Im April erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Reitplatz, der mit viel Eigenleistung der Mitglieder rechtzeitig vor dem Sommerturnier fertiggestellt wurde. „Super, wie die Mitglieder mitgezogen haben. Grandios, was sie in kurzer Zeit geleistet haben“, lobt Scharmann. Für den Verein sei der Platz mit den Abmessungen 60 mal 90 Meter ein echter Fortschritt. Auch wenn er dem alten Rasenplatz, mit dem der aktive Springreiter groß geworden ist, ein wenig nachtrauere, sehe er bei dem modernen Sandplatz Vorteile. Er erfülle die Ansprüche, die heute im Springsport gestellt würden. Der Platz könne bei jeder Witterung genutzt werden. Das sei ein Vorteil, und die Vorbereitung des Platzes sei einfacher. Der Verein habe jetzt super Trainings- und Turnierbedingungen, erklärt er.

Gute Trainingsmöglichkeiten

Die Idee für den neuen Reit- und Turnierplatz kam aus der Mitgliedschaft. Ziel war, den Reitverein, der sein Areal auf traditionsreichem Grund hat, zukunftsfähig aufzustellen. Auch sei die Nähe des Platzes zur Reithalle und zum Reitercasino gut für das Vereinsleben. Die Neuausrichtung wurde vom Eigentümer der Flächen, Nicolaus von Bose, unterstützt. Zusammen mit den Beiratsmitgliedern Martin Ellebracht, Hermann Laumeier und Reinhard Wendt wurden die Verhandlungen geführt. Letztlich stimmten die Mitglieder mit einem 100-Prozent-Votum für den Reitplatz. Der neue Reitplatz mit den angrenzenden Reithallen bietet sich als Ausbildungs- und Eventanlage an. Springreiter fänden ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten für die Wettkampfvorbereitung vor, betont der aktive Springreiter und Diplom-Trainer Reiten Markus Scharmann. Am Montag wurde die neue Anlage bei der Stuten- und Fohlenschau zum ersten Mal genutzt.

Umbenennung im Jahr 2002

Unter dem Namen Reiterverein Vornholz siedelte sich im Jahr 1973 der neu gegründete Verein auf Vornholzer Grund und Boden an, unweit des Schlosses Vornholz und des alten Turnierplatzes. Die unter Denkmalschutz stehende Richtertribüne steht an dem neuen Kunstrasenplatz des TSV 95 Ostenfelde, dem ehemaligen Turnierplatz für große Reitturniere. Wegen des großen Zulaufs an Gespannfahrern wurde der Reiterverein Vornholz im Jahr 2002 umbenannt in Reit- und Fahrverein Vornholz. Vielen nicht mehr bekannt ist, dass Schloss Vornholz als Wiege des deutschen Turniersports der Nachkriegszeit gilt. Auf Initiative von Clemens Freiherr von Nagel-Doornick wurde das erste deutsche Springturnier nach dem Krieg im Oktober 1948 auf dem Gelände von Schloss Vornholz ausgerichtet. Bei der Planung des neuen Reitplatzes hatte man auch diese große reiterliche Tradition im Blick. Dort sollen Reiter und Fahrsportfreunde weiterhin gute Bedingungen für Turniere vorfinden.

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