Happy End für Stoffer und Drüksken
Bild: Schomakers
Mit diesem Kirmesherzen wollte Stoffer Wildrup (Oliver Rösler) Klüngelkamps Nichte Drüsken für sich gewinnen. Es landete jedoch in der falschen Kammer. Aber Klüngelkamp half. Das Bild zeigt (v. l.) Drüsken (Nina Theeßen), Stoffer (Oliver Rösler) und Klüngelkamp (Ludger Demski).
Bild: Schomakers

Dieser soll seine Erzählung nach recht lebensnahen Vorlagen aus Enniger und Ennigerloh geschrieben haben. Wohl vom Stück hingerissen, ergriff das Publikum häufig die Initiative, sich mit Text und Gesang einzubringen. Schauspielerherz, was willst du mehr? Das ist wie anhaltender Applaus. Obwohl vier Akte lang, kam bei dem Stück dank der überzeugenden Spielkunst nie Langeweile auf.   

Das Stück dreht sich um die Töchter der Witwe Meier-Wildrup, gespielt von Gisela Bentrup. Die Bäuerin ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und zeigt dies auch gern, wie in der Szene mit Dr. Knust, ein von Heinz Brune gespielten Quacksalber und Heiratsvermittler, zu sehen ist. „Ich bruk miene Kinner de Dahlers nich tautellen, ick kann se ihr met Schiäppels taumiätten“, erklärt sie voller Stolz. Neben Dr. Knust zieht Wildrups Nachbar Klüngelkamp (Ludger Demski), seine Fäden und Späßchen im Stück.

„Naobherske, wo ist met de Sündflaut und met Sodoma und Gomorrha und miet Jerusalem? Keinen Stein soll auf´n andern bleiben. Sall´t mit Bisterlauh wull anners gaohn äs met Ninive?“

Annette Berste als „De scheewe Engel“.

Annette Berste glänzte als „De scheewe Engel“, die mit ihren biblischen Heilsbotschaften ihre Mitbürger auf den rechten Weg zu bringen versucht. Urkomisch waren die Momente, wenn Demski und Berste ins Hochdeutsche wechselten. Da blieb kein Auge trocken.

SOCIAL BOOKMARKS