Heinz Josef Debbert nimmt den Hut
Bild: Wille
Ein Urgestein der Hubertus-Schützengilde Ennigerloh ist Heinz Josef Debbert. 60 Jahre lang war er im Vorstand aktiv, jetzt zieht sich der 80-Jährige aus Altersgründen zurück. Aber eines bleibt ihm: die Leidenschaft zum Schützenwesen. Deshalb wird er dem Verein treu bleiben.
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Nun wird er altersbedingt den Hut an den Nagel hängen – zumindest als Vorstandsmitglied. Dem Verein will er sein Leben lang treu bleiben. „Es gibt kein Schützenfest, bei dem ich nicht anwesend war“, sagt Heinz Josef Debbert stolz. Die Ennigerloher Gilde, die nur alle zwei Jahre Schützenfest feiert, lässt mit dem 80-Jährigen ein Mitglied aus dem Vorstand treten, das viel Schützenerfahrung hat. Alle Vorstandskollegen hätten aber Verständnis dafür gezeigt, dass er seine Funktion nicht weiter ausführen wollte. „Irgendwann muss altersbedingt Schluss sein“, sagt er.

Leidenschaft in die Wiege gelegt bekommen

Der 80-jährige Vollblutschütze hat die Begeisterung für den Traditionsverein in die Wiege gelegt bekommen. Schon sein Vater Theo Debbert war Schütze durch und durch und einer derjenigen, die die Hubertus-Schützengilde im Jahr 1956 wieder mit aufgebaut haben. „Die Begeisterung kam durch meinen Vater“, erinnert sich Debbert, der im Alter von 19 Jahren in die Gilde eintrat. Bereits 1953 wurde er zum Adjutanten von Oberst Karl Reploh in das Offizierskorps gewählt. 1954 kam er in den erweiterten Vorstand. 1960 traf er dann ins Schwarze und wurde Schützenkönig. 1982 krönte er seinen Erfolg mit der Kaiserwürde. 1980 wurde Debbert zum Oberst befördert. Fünf Jahre später wurde er zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Die Urkunde dazu hält der 80-Jährige in Ehren.

Begeisterung steckt an

Wenn man Heinz Josef Debbert fragt, woher seine Leidenschaft für das Schützenwesen rührt, hat er schnell eine knackige Antwort parat: „Verbundenheit, unter Gleichgesinnten sein und mit viel Spaß an der Freude dabei sein.“ So viel Begeisterung steckt an. Auch seine Frau Gertrud ist seit mehr als 25 Jahren in der Hubertus-Schützengilde aktiv und hat zu der Zeit, als Debbert als Oberst noch hoch zu Ross unterwegs war, seine weißen Reithosen und die Stiefel sauber gehalten. „Sie hat auch sehr viel getan, das darf man nicht vergessen“, sagt er.

Ganze Familie ist dabei

Auch seine Töchter Petra und Christiane waren schon auf dem Thron, als sie vor mehr als 30 Jahren ihre Lehre begannen. Die 13-jährige Enkelin Jolina ist ebenfalls angesteckt: „Mit ihr habe ich früher in der Diele das Marschieren geübt“, erinnert sich Debbert. Heute sei sie in der Jugendgarde in Westkirchen aktiv. Keine Frage: Diese Familie ist von der grünen Leidenschaft infiziert.

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