Hoppeditz büßt für närrische Sünden
Bild: Schomakers
Büßen musste der Hoppeditz an Klingeldienstag in der Kleingartenanlage Seeblick in Ennigerloh für alle karnevalistischen Missetaten. Nach seiner Verbrennung dürfen alle Jecken aufatmen. Ihre Verfehlungen sind vergeben. Das Bild zeigt (vorne v. l.) Staatsanwalt Detlef Radtke, Adjutant Martin „Oppa“ König, Stadtprinz Norbert I. Hanowski, Richter Thomas Steiner und Adjutant „Empi“ Künne.
Bild: Schomakers

 Richter Thomas Steiner fällte die Urteile. So würde bei dem weiblichen Elferrat „Die Blauen Engel“ ein B vor dem Engel aus Sicht des Richters als Strafe reichen. Staatsanwalt Detlef Radke betonte, dass die Frauen vielen Männern den Kopf verdreht hätten. „Der Staatsanwalt hat es milde ausgedrückt. Beim Prinzenempfang im Kreishaus fielen den Männern die Augen aus dem Kopf“, mischte sich Richter Steiner ein. „Ihr habt das toll gemacht. Man kann nur gratulieren“, säuselte er. „Ihr seid eine eingeschworene Truppe und der erste und einzige weibliche Elferrat im Kreis. Das ist löblich“, lautete das positive Urteil.

Ostenfelder als Westkirchener begrüßt

Anders sah es bei Ingo Rampelmann aus. Staatsanwalt Radke schien die Geduld mit ihm zu verlieren. „Ich mache heute die 14. Gerichtsverhandlung. Bei der Hälfte warst du dabei“, raunzte er Rampelmann an. Das Vorstandsmitglied der Drubbelnarren hatte die Ostenfelder als Westkirchener begrüßt. Richter Steiner hofft, dass er sich bei einem von ihm zu organisierenden Wandertag mit dem Stadtprinzen und dem Elferrat nicht noch einmal vertut. Jedes Ortsschild in Ostenfelde solle er aufsuchen und das mit einem Gruppenfoto dokumentieren.

Das Prinzenauto hatte kein Navi

Den Stadtprinzen Norbert I. Hanowski und seine Adjutanten Martin „Oppa“ König und Jürgen „Empi“ Künne ließ Richter Steiner zunächst vor dem Richtertisch zappeln, bevor er den Tatbestand aufrief. Der Stadtprinz hatte vergessen, die ihn immer begleitende Prinzengarde bei einem Empfang zu begrüßen. Die Gruppe sei immer dabei und gebe für den Ennigerloher Karneval ein tolles Bild ab. Deshalb sei eine Begrüßung ein Muss, urteilte er. Kein Verständnis hatte Steiner hingegen für die Reaktion der Ennigeraner Jecken auf das verspätete Eintreffen des Prinzen beim Radhaussturm. „Das Prinzenauto hatte kein Navi und keiner konnte uns sagen, wo Enniger ist“, witzelte er.

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