Im Garten zwitschert es an jeder Ecke
Bild: Ludwig
Der Lieblingsplatz von (v. l.) Renate und Heiner Uphoff ist die Terrasse in ihrem Garten hinter ihrem Haus in Westkirchen.
Bild: Ludwig

„Wir haben eine ganze Spatzenkolonie in unserem Garten“, erklärt Heiner Uphoff. Wie die Spatzen in den Garten gekommen sind, erklärt Renate Uphoff: „Unsere Tauben werden mit Weizen gefüttert, und die Spatzen ernähren sich auch von diesem Getreide.“ Das Futter habe sie angelockt. „Aber wir haben sie gern hier“, sagt sie.

Es sind nicht die einzigen Tiere im Garten. Auch ein Huhn mit seinen vier Küken hat bei Uphoffs ein Zuhause gefunden. Ferner steht ein Taubenhaus im Garten, der vor 35 Jahren angelegt wurde.

Das Gelände erstreckt sich an einem zwei Meter langen Hang entlang bis zum Dorfbach, der eine natürliche Grenze bildet. „Dahinter beginnt die Jagd“, erklärt Heiner Uphoff. Er ist seit 30 Jahren Jäger und hat direkt hinter seinem Garten ein 100 Hektar großes Gebiet gepachtet. Über eine selbst gebaute Brücke gelangt Uphoff in sein Revier.

Von der höher gelegenen Terrasse schweift der Blick in die Ferne. Die Ostenfelder Straße liegt in Sichtweite. Anschleichen kann sich hier niemand. „Wir sehen sofort, wenn Besuch kommt“, sagt Uphoff. Am Hang entlang verläuft ein Blumenbeet. Hier blühen Mohn, Storchenschnabel, Lavendel und eine Pflanzenart, die es Renate Uphoff besonders angetan hat – Akanthus. Auch bekannt als Säulenschmuck. Angefangen habe es mit einer Pflanze. „Und die hat sich im ganzen Garten selbst ausgesät, was ich toll finde“, betont sie. Viel Zeit verbringt das Ehepaar in seinem Garten. Bei einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern kommt einiges an Arbeit auf die beiden zu. Zehn Stunden in der Woche pflegen sie ihr kleines Paradies.

Renate Uphoff ist es sehr wichtig, dass der Garten jedes Jahr anders aussieht. „Ich mache deswegen regelmäßig Bilder vom Garten, um zu sehen, wie er sich entwickelt hat.“ Das Ehepaar hat unter anderem seinen Teich aufgegeben. „Er hat uns zu viel Arbeit gemacht“, berichtet Heiner Uphoff. An der ehemaligen Wasserstelle wächst jetzt Rasen. Ein Ahornbaum, zwei Amberbäume, ein Gingko- sowie ein Pfirsichbaum kamen über die Jahre hinzu. „Der Pfirsichbaum trägt inzwischen so viele Früchte, dass ich aufgehört habe, sie zu zählen“, sagt Renate Uphoff.

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