Integration kann spielend leicht sein
Bild: Schomakers
Eine willkommene Abwechslung für die in Ennigerloh untergebrachten Flüchtlinge aus verschiedenen Krisengebieten war die Einladung des SuS Ennigerloh zum Besuch des Spiels der ersten Mannschaft gegen die Spielvereinigung Oelde.
Bild: Schomakers

Dieses gelebte Motto betonte auch Geschäftsführer Ralf Drews in seinem Grußwort. Es war eine spontane Idee der Vereinsvorsitzenden Marion Allmendinger und ihrer Nachbarin Claudia Drews. „Wir beide hatten einen Radiobericht über eine Aktion in Telgte gehört, bei der Flüchtlingen das Fahrradfahren beigebracht wurde“, sagte Marion Allmendinger. Man wollte auch etwas tun, und was lag näher, als eine Hilfsaktion mit Fußball zu verbinden. Ihre Idee nahm Ingeborg Pust gern auf und gab die Einladung an die Flüchtlinge weiter.

„Großartige Unterstützung“

Überrascht waren Marion Allmendinger und Claudia Drews über die Resonanz von Vereinsmitgliedern, die um Kuchenspenden für die Zuschauer gebeten wurden. Doch dabei blieb es nicht: Die Organisatoren erhielten Kaffee- und Geldspenden. „Diese großartige Unterstützung löste Gänsehaut aus“, sagte Marion Allmendinger. Aber es blieb nicht nur bei diesen Spenden. Viele der Flüchtlinge würden gern im Sportpark trainieren. Was fehlt, ist die erforderliche Sportausrüstung. Am Sonntag hatten einige der Asylbewerber schon Gelegenheit, sich unter gespendeten Fußballschuhen ein passendes Paar auszusuchen.

Hemmungen überwinden

Siegfried Darga, der zu den ehrenamtlichen Betreuern in Ennigerloh gehört, hofft, dass die Aktion des SuS auch für andere Vereine in Ennigerloh Vorbild wird. Trotz fehlender Englischkenntnisse gelingt ihm die Verständigung. „Ich bin immer wieder überrascht von der großen Gastfreundschaft, wenn ich die Flüchtlinge in ihren Unterkünften besuche“, sagte er. Er hoffe, dass der Helferkreis größer wird. Man solle seine Hemmungen überwinden, denn die Flüchtlinge freuten sich über jeden Kontakt. Und sie möchten nicht nur Fußballspielen, sie würden dem SuS auch gern bei der Pflege der Anlage helfen. „Sie brauchen eine Beschäftigung“, erklärte Ingeborg Pust.

SOCIAL BOOKMARKS