Jugendliche wollen mitgestalten
Bild: Junker
18 Ennigerloher Gesamtschüler nehmen an dem Projekt „Keep on“ teil, das Anfang Januar gestartet ist. Eine Sitzungsperiode lang erhalten die Teilnehmer Einblicke in den Alltag der Kommunalpolitiker und sind bei Fraktions-, Ausschuss- und Ratssitzungen dabei.
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Beim „Glocke“-Gespräch am Donnerstag in der Aula der Gesamtschule wird eines sofort deutlich: Die Jugendlichen wollen mitgestalten. „Ich möchte meine Meinung einbringen und mitreden über das, was in meiner Stadt passiert“, sagt Aisha Janzon. Ihre Mitschüler stimmen ihr zu.

Frakionen begleiten die Schüler

Die Jugendlichen werden eng von den Mitgliedern der im Ennigerloher Rat vertretenen Parteien betreut. Die Jugendlichen konnten sich aussuchen, welche Fraktion sie begleiten möchten. Aisha Janzon hat sich für die GAL entschieden. „Mir gefallen die Ansichten“, erklärt sie. Florian Caspers ist bei der FWG, „weil ich das Parteikonzept gut finde“. Sogar so gut, dass er sich wie einige weitere Teilnehmer vorstellen kann, sich auch nach dem Projekt in der Lokalpolitik zu engagieren. Dabei sei es im Grunde egal, welcher Partei man angehöre, findet Aisha Janzon.

Adele Vikarev, die sich für die SPD entschieden hat, kann sich nicht vorstellen, später in der Kommunalpolitik aktiv zu sein. Das Projekt empfiehlt sie trotzdem. „Es bietet uns die Chance, uns direkt mit Lokalpolitik auseinanderzusetzen.“

Das finden auch Eileen Heptner und Lorenz Beumker, FDP- beziehungsweise CDU-Fraktionsmitglied auf Zeit. Durch das Projekt könnten auch die jungen Leute ihre Ansichten einbringen, sagt Beumker. „Es kommt frischer Wind rein“, ergänzt Emily Schallenkamp.

Das Projekt, das zum ersten Mal in Ennigerloh stattfindet, kommt bei den Schülern gut an. Es bietet ihnen die Möglichkeit, Kommunalpolitik live mitzuerleben – von der internen Beratung in der Fraktion bis zur Entscheidung im Rat.

„Die Kommunalpolitik ist nah dran“

Im Gegensatz zur Bundespolitik, die sich von den Bürgern entfernt habe und für viele oft nicht greifbar sei, „ist die Kommunalpolitik nah dran“, sagt Luca Freitag. Wie nah, das erleben die Schüler noch bis zum Projektabschluss Anfang März.

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