Junker Voß hat Schwäche für Mandeln und Handküsse
Bild: Helmers
Der Duft von frischen Mandeln zieht Junker Voß (Ulrich Stollberg) zum Süßigkeiten-Stand Röper’s von Frank Schardien.
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Er tritt als Junker Voß auf, als Symbolfigur des Voßbachdorfs.

Ein Handkuss in Ehren

Als Kavalier der alten Schule begrüßt er Frauen am liebsten mit einem Handkuss. „Das machen heute nur noch sehr wenige Menschen“, erzählt er der „Glocke“. „Und genau deswegen mag ich das. Viele Frauen reagieren überrascht – und die meisten behalten diese altmodische Geste noch lange im Gedächtnis.“

Erste Station bei den gebrannten Mandeln

Eine seiner ersten Stationen auf dem Enniger Markt ist wie jedes Jahr der Süßigkeiten-Stand Röper’s. Inhaber Frank Schardien rührt in einem Topf gerade gebrannte Mandeln. Für die hat der Junker-Voß-Darsteller Ulrich Stollberg eine Schwäche – auch wenn der echte Junker diese Spezialität vor 500 Jahren wohl kaum gekannt haben mag.

Waffe ist nur eine Attrappe

„Guck mal, eine Axt“, ruft ein kleines Mädchen, als Ulrich Stollberg an ihr vorbeigeht. Die Waffe, die er als Symbolfigur Junker Voß mit sich trägt, ist eine Hellebarde – eine Waffe, die vor 500 Jahren dazu benutzt werden konnte, um angreifende Ritter äußerst unsanft von ihren Pferden zu holen. Ulrich Stollberg hat eine echte Hellebarde. „Die Stadt hat sie mir einmal geschenkt“, sagt er. Aber auf dem Enniger Markt hält er lieber eine Attrappe aus Holz in der Hand. „Ich will hier auf keinen Fall jemanden verletzen.“

Enniger Markt hält Vergleich mit dem Send statt

Nach seinem offiziellen Gang über den Markt hat Junker Voß am Mittwoch noch eine Verabredung mit seiner Frau. Auch mit ihr will er an den Ständen vorbeischlendern. „Meine Frau kommt aus Münster und geht dort gern auf den Send“, erklärt der 82-Jährige. „Aber sie findet auch, dass der Enniger Markt dem Send sehr nahe kommt. Das ist doch ein schönes Kompliment.“

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