Jutta Michelswirth spielt Indianersquaw
Einen Auftritt beim Karl-May-Festspiel in Elspe (Sauerland) hatte Jutta Michelswirth (links) aus Ennigerloh gewonnen Kürzlich stand sie als Indianersquaw auf der Bühne. Das Bild zeigt sie mit dem Schauspieler des Ölprinzen, Rolf Schauerte.

Bei einem Familienausflug der Freiwilligen Feuerwehr Ennigerloh war ihre Begeisterung für Karl May und die Karl-May-Festspiele Elspe entflammt. Von da an zog es Jutta Michelswirth jedes Jahr mindestens einmal ins Sauerland. Einem schönen Ritual folgend wurden beim Schlussapplaus die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand bejubelt und die Banditen lautstark ausgebuht. Dabei kam der Wunsch auf, dort selbst einmal auf der Bühne zu stehen. Jetzt ist der Traum Wirklichkeit geworden. „In der vorherigen Spielzeit hat das Elspe-Festival ein Gewinnspiel in seinem Programmheft ausgeschrieben. Daran habe ich teilgenommen und gewonnen“, berichtet Jutta Michelswirth. In die Begeisterung mischten sich aber auch – auf Grund ihrer Gehbehinderung – Zweifel, ob sie das alles bewältigen kann. Aber die wischte sie schnell bei Seite. Mit einer guten Vorbereitung würde dieser Auftritt schon gelingen. Auf dem Festival-Gelände wurde sie mit ihren Mitstreitern von Mitarbeiterin Jenny in Empfang genommen. Alle Mitwirkenden waren sehr nett und freundlich. So nahm sich beispielsweise Oliver Bludau Zeit und sprach mit ihr die Auftrittswege durch und erläurte den Ablauf. Ein besonderes Hallo gab es bei der Begrüßung der Helden der Jugend. Benjamin Armbruster, ehemaliger Winnetou-Darsteller und gegenwärtiger Gangster Poller, und Meinolf Pape begrüßten die Gaststatisten herzlich. „Es herrschte im Team eine familäre Atmosphäre“, berichtet Jutta Michelswirth. Dass keine Fragen offen blieben, war wichtig, denn mehrere Auftritte als Indianersquaw mussten bewältigt werden. So war sie auch bei der spektakulären Schlussszene auf der Bühne. Diese Szene barg eine weitere Herausforderung in sich, da die Schlussexplosion in unmittelbarer Nähe der Statisten stattfindet und nur mit Gehörschutz gespielt werden durfte. Besonders emotional war der Schlussapplaus der mehr als 4000 Zuschauer. Einige Lehrerkolleginnen überraschten Jutta Michelswirth mit einem Banner im Zuschauerraum und Grüßen vom Kopernikus-Gymnasium Neubeckum. Damit hatte sie nicht gerechnet. Nach dem Auftritt kamen alle Darsteller im Clubhaus zusammen. Ein wundervoller Tag als Statistin beim Ölprinzen neigte sich dem Ende zu. Ihr Resümee: „Ich würde es jederzeit wieder tun. Das Gefühl auf der Bühne ist mit keinem anderen zu vergleichen.“

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