Kinder pflanzen Baum des Jahres
Bild: Schomakers
Mit Unterstützung vieler Kinder aus dem Familienzentrum Enniger wurde der Baum des Jahres 2018, eine Esskastanie, auf dem Gelände der Heinz Reckendrees-Stiftung in Enniger gepflanzt.
Bild: Schomakers

Musikalisch eröffneten die Jagdhornbläser des Hegerings Ostenfelde-Westkirchen unter Leitung von Beate Lohaus und die Jagdhornbläser St. Hubertus Enniger-Vorhelm unter Leitung von Beate Berghoff die Aktion. Auf Tuchfühlung mit Falken und Eulen konnten die Besucher bei Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp gehen. Die Baumstifter Dr. Richterich und Dr. Thoms finden die Zielsetzung der Naturstiftung, die sich mit ihrer Waldschule vor allem an Kinder richtet, sehr gut. „Wenn Kinder die Natur nicht kennenlernen, haben wir bald alle ein Problem“, betonte Dr. Richterich. „Bei vielen Aktionen der Stiftung sind wir als Nachbarn gern vor Ort. Für uns war es naheliegend, den Baum zu stiften“, erklärte Dr. Thoms. Die beiden Tierärzte betreiben in unmittelbarer Nachbarschaft eine Sportpferdezucht mit Trakehnern und züchten auch die alten Schafsrassen Coburger Fuchsschafe und Rauhwollige Pommersche Landschafe. Sie gehören zu den gefährdeten Haustierrassen.

Frühling angelockt

Günther Hans, Vorstandsmitglied der Heinz-Reckendrees-Stiftung, freute sich über den großen Zuspruch vieler Kinder und Erwachsener bei der Baumpflanzung. „Der Baum des Jahres trägt eine Goldschleife, weil Enniger ein Golddorf ist“, erklärte Hans. Zu einer Baumpflanzung gehören für ihn auch die Kinder aus dem Familienzentrum Enniger, die mit einem Lied den Frühling anlocken wollten, der sich bei der Aktion nach vielen Regentagen von seiner besten Seite zeigte. Auch sei der Besuch der Waldschule für die Kinder immer ein Erlebnis.

„Es gibt Tage, die sind einfach toll“

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Berthold Lülf. Er betonte in seinem Grußwort: „Es gibt Tage, die sind einfach toll.“ Man solle sich die Welt nicht vom Sofa über die sozialen Medien aus erschließen, sondern hinausgehen und die Welt aktiv erleben. Er sei begeistert von der Waldschule, und die vielen Teilnehmer zeigten ihm, dass die Stiftung mit ihren waldpädagogischen Zielen in Enniger angekommen sei.

Hintergrund

Die Doktor-Silvius-Wodar-Stiftung hat durch den Fachbeirat „Kuratorium Baum des Jahres (KBJ)“ die Esskastanie, auch Edelkastanie genannt, zum Baum des Jahres 2018 gekürt. Die Edelkastanie bevorzugt vorwiegend wärmere Gefilde, doch aufgrund des Klimawandels kann die Baumart künftig auch in klimatisch kälteren Gebieten Deutschlands wachsen. Erklärungen zu dem Baum des Jahres 2018 gab Umweltpädagogin Sabine Paltrinieri. Die Eiszeit habe die Esskastanie in den Süden Europas vertrieben. Mit den Römern kam sie vor 2000 Jahren zurück. Der Baum des Jahres kann mehr als 35 Meter hoch werden. Die höchste Esskastanie steht im Stadtwald von Hameln und ist knapp 40 Meter hoch. Deutschlands dickste Esskastanie steht im Karlsruher Schlossgarten, sie hat einen Stammumfang von neun Metern.

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