Kinder zaubern bunte Oster-Kunstwerke
Bild: Ludwig
In den Heimatstuben in Ostenfelde konnten die Kinder bei der Osti-Ostereiermalaktion Hühnereier bemalen. Das Bild zeigt die Kinder gemeinsam mit den Betreuern Wolfgang Gradt und Angelika Durst.
Bild: Ludwig

Sie zeigt ihm ein paar sichere Griffe und schon kann er es richtig bemalen. Luca ist eines von mehr als 20 Kindern, die an der Ostereiermalaktion des „Osti“, des jungen Heimatvereins Ostenfelde, teilnehmen. In den Heimatstuben in Ostenfelde werden die Jungen und Mädchen schon vom Stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins und Osti-Leiter Wolfgang Gradt sowie Angelika Durst empfangen. Bevor sich die Kinder auf Stifte und bunte Aufkleber stürzen dürfen, spricht Gradt mit den Kindern über das Ei im Allgemeinen. „Fällt es vom Himmel?“, will er wissen. Lautes Gelächter bricht aus. Die Kinder wissen, dass Hühner Eier legen.

Auf die Haltungsform achten

Nach und nach vermittelt Gradt den Kindern alles Wissenswerte rund um das Ei. Er geht dabei auch auf die Käfighaltung in der industriellen Landwirtschaft ein. Er hält einen gelben Din-A4-Zettel hoch. „So viel Platz haben die Hühner ihr ganzes Leben lang in der Käfighaltung. Das ist Tierquälerei“, sagt er. Inzwischen hätten sich Boden- und Freilandhaltung in der Landwirtschaft durchgesetzt. „Freilandhaltung ist das Beste für die Hühner“, ergänzt er. Gradt gibt den Jungen und Mädchen den Tipp, genauer auf die Eierverpackungen zu schauen, auf denen die Haltungsform angegeben wird. Viele Kinder können gut mitreden. Denn sie haben selbst Hühner zu Hause. „Wir leben auf dem Land, ihr kennt euch gut aus“, betont Gradt, bevor er gemeinsam mit Angelika Durst Eier, Stifte und Verpackungen verteilt. Die Kinder greifen sofort zu und zaubern im Handumdrehen aus herkömmlichen Frühstückseiern bunte Oster-Kunstwerke.

Rotes Ei als Glücksbringer

„In Griechenland wird Ostern ganz anders gefeiert. Dort verschenkt der Pfarrer rote Eier, die Glück bringen sollen“, berichtet Angelika Durst. Nach dieser Geschichte ist die Farbe Rot bei den Kindern stark nachgefragt. Alle wollen jetzt ihre eigenen Glückseier bemalen. „Helle und dunkle Eier schmecken übrigens gleich“, sagt Wolfgang Gradt, während die Kinder malen. Nur zu Ostern werde dieser Unterschied wirklich interessant. Denn manche Farben kämen erst auf dunklen oder hellen Eiern richtig zur Geltung, betonte er.

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