Klänge aus der russischen Seele
Bild: Ludwig
In der Jakobuskirche in Ennigerloh haben die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ ihre Zuhörer am Sonntagabend für zwei Stunden mit in die Welt russischer und osteuropäischer Volksweisen und Kirchenmusik genommen.
Bild: Ludwig

Ohne Instrumentalbegleitung, einfach mit dem Klang ihrer bombastischen Stimmen führten Viacheslav Yeromin, Aliaksandr Lastouski, Siarhei Malkin, Ryhor Shulha, Nikolai Bykow, Uladzimir Salodki und Dmitriy Beloo die Zuhörer durch die Klangwelten russischer und osteuropäischer Musik. Ihr Erscheinungsbild in schwarzer Kosakenuniform und in streng militärischer Haltung vermittelte direkt das passende Flair. Mit alten Kirchengesängen begannen sie das Konzert. Die Erhabenheit dieser Lieder brachte die Zuhörer schnell dazu, still und andächtig den Stimmen lauschten. Unter musikalischer Leitung des Dirigenten Maxim Kowalew sangen die Don Kosaken abwechselnd Kirchen- und Volkslieder. Mal war der gesamte Chor zu hören, etwa beim georgischen Volkslied Suleika, dann traten wieder Solisten in den Vordergrund. Bei dem bekannten russischen Lied „Vetsherni zvon“ (Abendglocken) intonierte der Chor den Klang dunkler Glocken, während Solist Ryhor Schulha in den Vordergrund trat und das Lied eindrucksvoll vortrug. Zum Repertoire gehörte auch das „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach und Charles Gounod. Einen Höhepunkt des Abends erzeugte der russische Männerchor, als er zum Ende des Konzerts hin das deutsche Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“ in der Vertonung von Johannes Brahms anstimmte. Das Publikum, bis dahin andächtig stumm, stimmte schnell mit ein und sang lautstark mit.

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