König der Herzen trifft mit 277. Schuss
Bild: Schomakers
Endlich König in Enniger: Tambourmajor Sven Klünder vom Spielmannszug Enniger-Vorhelm ließ sich am Samstag nach seinem letzten Schuss feiern. Das Bild zeigt (v.l.) Simon Seliger, Sven Klünder und Kaiser Thomas Hermes-Huerkamp. Im Hintergrund die Kanoniere für Pulverrauch.
Bild: Schomakers

Nach seinem vergeblichen Versuch vor fünf Jahren stellte sich dem Tambourmajor aus Vorhelm in diesem Jahr niemand in Enniger in den Weg. Mit dem 277. Schuss holte er den Aar von der Stange. Sein Plan war kein Geheimnis im Voßbachdorf gewesen. Und zum 105-jährigen Bestehen des Spielmannszugs Enniger-Vorhelm gönnte man dem Vorhelmer die Königswürde, zumal der Spielmannszug ein Bestandteil des Dorfs ist. 1930 hatte er erstmals auf dem Ennigeraner Schützenfest gespielt. Im Jahr 1967 tat man sich mit den Vorhelmern zusammen.

Grund zur Freude für den Spielmannszug

Nach dem Königsschuss gab es kein Halten mehr für die Mitglieder des Spielmannszugs. Die Spielleute hatten ihren erhofften König. „Er ist der König der Herzen. Daher musste er keinen Gegner fürchten“, urteilte Moderator Ludger Demski. Unter der Vogelstange freute sich derweil Franz Beermann vom Spielmannszug, der die Reste des Adlers gesichert hatte. „Das ist der erste Adler, der von Enniger nach Vorhelm fliegt. Er wird bei uns eine schöne Unterkunft bekommen“, erklärte er. Dieter Glinka nickte zustimmend. Vor zehn Jahren hatte ihn der „König der Herzen“ als Tambourmajor abgelöst. „Zehn Jahre Tambourmajor und 105 Jahre Spielmannszug sind Gründe genug, dass Sven den Vogel abschießt“, fand Glinka.

Eine Insignie verlässt das Dorf

Eine Insignie verließ ebenfalls das Voßbachdorf: Ansgar Drees aus Hoetmar sicherte sich die Krone mit dem 45. Schuss. Acht Schuss benötigte Ludger Beermann für das Zepter, und Simon Seliger reichten zwei Schuss für den Apfel.

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