Kolping ehrt treue Mitglieder 
Bild
Am Samstagabend wurden langjährige Mitglieder der Kolpingsfamilie Ennigerloh geehrt. Das Bild zeigt (v. l.) Markus Koch (Leitungsteam der Kolpingsfamilie Ennigerloh), Karl-Heinz Petermann (60 Jahre Mitglied), Ingo Rampelmann (Leitungsteam), Präses Pfarrer Andreas Dieckmann, Dirk Aufderheide (Leitungsteam), Willi Hermeier (50 Jahre Mitglied) sowie den Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter.
Bild

 Zunächst wurde ein Gottesdienst gefeiert, dann trafen sich die Kolpingbrüder und -schwestern im Hotel Hubertus zum Abendessen. Für 50 Jahre Treue in der Kolpingsfamilie wurden Franz Josef Nordberg und Willi Hermeier mit goldenen Ehrennadeln geehrt. Karl-Heinz Petermann ist seit 60 Jahren, Franz Koenig und Paul Becker sind jeweils seit 65 Jahren dabei. Alle Geehrten erhielten Urkunden.

Der Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter war anlässlich der Ehrungen aus Münster gekommen. Er berichtete auch über aktuelle Entwicklungen in den Kolpingsfamilien. „Viele junge Erwachsene werden nach der Jugendphase nicht mehr von uns erreicht. Die Kolpingjugend hat daher Ideen entwickelt, etwa Segeln auf dem niederländischen IJsselmeer oder einen Stammtisch in Münster.“ Außerdem wies er auf das Angebot für Familien hin, etwa durch Bildungsangebote, Familienferienstätten oder Beratungen. Er unterstrich, dass sich die Kolpingsfamilien gegen Lohndumping wendeten. „Deshalb haben wir die Everswinkeler Initiative ,Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort’ gestartet“, sagte Slüter.

Slüter blickte auf die negativen Ereignisse des Jahres 2015 zurück – ob Flüchtlingskrise, Terroranschläge in Paris oder radikale Bewegungen, die erstarkten. „Kirche und kirchliche Verbände helfen in einem großen Maße. Wir vernetzen, geben Informationen und Erfahrungen weiter.“ Die Kirchen hätten völlig unverhofft eine neue Rolle bekommen. „Sie werden gebraucht als versöhnende Instanzen.“ Slüter forderte die Kolpingaktiven auf, sich in die biblische Herbergssuche von Maria und Josef hineinzuversetzen. „Hätten wir sie aufgenommen?“, lautete seine eindringliche Frage. „Die Zeit der Willkommenspartys ist vorbei. Unsere Gesellschaft muss lernen, Alltag und Integration zu leben“, führte Slüter weiter aus. Er forderte zu verstärktem Engagement auf, das die Kirche „mit ihren professionellen Strukturen managen“ könnten. In Beckum habe das Kolpingbildungswerk bereits eine Notunterkunft für 105 Flüchtlinge eingerichtet. Slüter forderte eine europäische Integrationspolitik.

SOCIAL BOOKMARKS