Kolping stürmt das Radhaus in Enniger
Bild: Schomakers
Den Verkehr auf Ennigers Hauptstraße haben die Narren am Dienstagabend beim Radhaussturm zum Stehen gebracht.
Bild: Schomakers

Denn der Donnerstag steht im Voßbachdorf im Zeichen der Weiberfastnacht. Während die Drubbelnarren die Iännigerlauer Verwaltungshochburg ohne die Fußtruppen des KKE stürmen, ist in Enniger der Lindenhof Zentrum karnevalistischer Aktivitäten. Auf die närrische Tradition wollte der KKE jedoch nicht verzichten und besann sich auf eigene Gegebenheiten. „Wir sind ein autarkes Dörfchen. Wir sind wie die Gallier“, betonte später Präsidiumsmitglied Andreas Tertilt.

Enniger hat ein Radhaus und einen Radhausplatz. Also bleibt man beim Dienstag und stürmt vor Ort. Das in 2016 noch offene Gebäude ohne Tür, so betitelte KKE-Präsident Ludger Demski beim ersten Ansturm der Karnevalisten das Buswartehäuschen an der Hauptstraße, wollte man zu einem prächtigen Gebäude umbauen. Den ersten fertiggestellten Bauabschnitt nahm Demski sichtlich zufrieden während der Erstürmung in Augenschein.

Mit Helmut Berste als Ennigers Minibürgermeister und Exprinz des KKE (1989) hatte man auch eine dem Anlass entsprechende Persönlichkeit für die Schlüsselübergabe an die Narren. Auch in diesem Jahr zeigte sich der Minibürgermeister kooperativ. Wie sollte er auch anders handeln. Galant rückte er den Schlüssel an Kinderprinzessin Gina Marie Hinz raus.

Unter Aufsicht von Prinzessin Bärbel I. Wilkes brauchte die Kinderprinzessin nur noch das am Radhaus aufgehängte Rad abzuschließen, um dann mit Gefolge die gegenüberliegende Dorfschänke zu stürmen. Dort war Wirt Ole, laut Demski ein kerniger Karnevalist, auf den Ansturm vorbereitet. Für KKE-Präsident Demski war der Radhaussturm der Auftakt für „dolle Dage“. 

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