Kosten für Neubau laufen aus dem Ruder
Bild: Hübl
Der geplante Neubau des Feuerwehrhauses in der Hoest wird deutlich teurer als gedacht. Im Ennigerloher Hauptausschuss am Montag hat die Kostensteigerung von 90 000 Euro zu Diskussionen geführt.
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 Aufgrund von Berechnungen des Architekten soll die Bausumme nun von 1,24 Millionen auf gut 1,33 Millionen Euro steigen. Verantwortlich für die Steigerung seien Probleme mit dem Baugrund und der Entwässerung sowie ein zu errichtender Lärmschutz in Richtung eines Wohnhauses. Am vergangenen Freitag habe der Arbeitskreis über diese Problemfelder beraten, teilte Horst Handke, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, mit.

Probleme mit der Entwässerung

Der Baugrund müsse in einer Tiefe von 80 Zentimetern ausgekoffert werden, da er für die Errichtung des Feuerwehrhauses nicht tragfähig genug sei. Vorher habe sich eine Fichtenschonung auf dem Grundstück befunden. Bei der Untersuchung des Untergrundes sei festgestellt worden, dass es Probleme mit der Entwässerung gebe, die das Bauvorhaben verteuerten. Außerdem hätten Gutachter festgestellt, dass die Lärmbelastung für die Bewohner des Nachbarhauses zu groß sei, sodass auf 50 Metern Länge eine drei Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden müsse. Das alles seien Dinge, die sich erst nach dem Einreichen des Bauantrags ergeben hätten, erklärte Handke.

„Es ist nichts passiert“

„Ich bin sprach- und fassungslos über das, was ich gehört habe“, sagte Jürgen Wagner (SPD). „Die Probleme mit dem Baugrund und der Entwässerung hätten schon viel früher geklärt werden müssen. Unter solchen Voraussetzungen kann ich dem Antrag nicht meine Zustimmung geben.“ Georg Aufderheide (CDU) wies darauf hin, dass schon im August des Vorjahrs eine erhebliche Verteuerung angekündigt worden war und der Architekt damit beauftragt worden sei, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. „Doch es ist nichts passiert“, erklärte er. Bernhard Dombrink (FWG) kündigte an, dass es ohne konkrete Zahlen keinen Beschluss geben werde. Siegfried Darga (GAL) forderte ebenfalls Klärung, genauso wie Hans Henner Eisenhuth (FDP), der fragte, ob der Standort vielleicht falsch ausgewählt worden sei.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch  auf der Ennigerloher-Lokalseite der „Glocke“.

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