„Luxusproblem der kürzesten Anfahrt“
Archiv: Schomakers
Der Krisenstab des Kreises hatte sich im November auf das Gelände der Abfallwirtschaftsgesellschaft am Westring in Ennigerloh als Standort für das Impfzentrum geeinigt. Der Weg zum Impfzentrum ist für ältere Menschen zum Teil eine Herausforderung.
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Damit das Impfzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller erreicht beziehungsweise verlassen werden kann, hat die CDU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses im Zuge der Etatberatungen beantragt, den Takt der Bus-Linien R 62 und R 63 von derzeit einer Stunde auf eine halbe Stunde zu erhöhen. Nach der Beratung zog die Fraktion den Antrag zurück.

Impfzentrum wird stündlich angefahren

Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf hatte zuvor erklärt, dass die Zuständigkeit für das Impfzentrum beim Kreis Warendorf liege. Dessen Pressesprecher Thomas Fromme erläuterte gestern auf Nachfrage, dass am Zentrum eine Bushaltestelle eingerichtet und an jedem Tag stündlich angefahren werde. Dem Kreis zufolge wird von montags bis freitags sowie samstags bis etwa 15 Uhr die Buslinie R 63 verkehren sowie samstags ab 15 Uhr und sonn- und feiertags der Taxi-Bus T 63.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werde eine Impfung – Anmeldung, Aufklärung, Impfung und Nachbeobachtung – 45 Minuten dauern, berichtete Lülf im Ausschuss. Der stündliche Takt scheine daher ausreichend zu sein.

„Weg für ältere Menschen zum Teil Herausforderung“

Der Krisenstab des Kreises hatte sich im November auf Ennigerloh als Standort für das Impfzentrum geeinigt. „Verglichen mit anderen Städten haben wir das Luxusproblem der kürzesten Anfahrt“, sagte der Bürgermeister.

Der Weg zum Impfzentrum ist für ältere Menschen zum Teil eine Herausforderung. Auch in anderen Städten wurden daher bereits Vorschläge gemacht, wie Senioren nach Ennigerloh kommen können. Die Leiterin des Kreiskrisenstabs, Petra Schreier, hatte Mitte Januar erklärt, dass „wir für Menschen, die keine Möglichkeit haben, zum Impfzentrum zu kommen, weil Angehörige sie nicht bringen können oder weil öffentliche Verkehrsangebote nicht infrage kommen, zusammen mit den Städten und Gemeinden daran arbeiten, für diese Menschen Mobilitätslösungen zu finden“.

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