Mal witzig und  mal melancholisch
„Ich will – Auf der Suche nach dem Leben mit Liedern von Hildegard Knef“ – mit diesem Programm ist Antje Huißmann am Donnerstagabend in der Alten Brennerei in Ennigerloh aufgetreten. Volker Kukulenz begleitete sie am Klavier. Auch drei Frauen aus dem Publikum unterstützten die Künstlerin auf der Bühne.

Zwei Stunden lang begeistert sie am Donnerstag die 120 Frauen und 3 Männer mit ihrem Programm „Ich will – Auf der Suche nach dem Leben mit Liedern von Hildegard Knef“.

 Dabei gibt sie sich nicht als große Diva, sondern überzeugt mit eigenen Gedichten, Geschichten und einer Stimme, die der der Knef ähnlich ist: rauchig, dunkel, voluminös.

 Begleitet von Volker Kukulenz am Klavier verrät Antje Huißmann das Motiv ihrer Strickleidenschaft: „Ich hasse Langeweile, ich stricke an meinem Prinzen.“ Wie er sein soll? Groß und stark. Und er soll auf einem Apfelschimmel daherreiten. Spülen muss er auch können.

 „Er muss mich nicht verstehen, er muss mich nur lieben“ – das ist ein kleiner Seitenhieb auf die Andersartigkeit von Mann und Frau. Denn: „Liebe ist die gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit“, findet sie.

 Witzig, ironisch und immer zu einem Spaß mit dem Publikum aufgelegt, spricht die Künstlerin in Liedern und Texten die volle Bandbreite von Themen und gegen gesellschaftliche Klischees an: Einsamkeit, Tod, Liebe, Leidenschaft, Krankheit und das Alter.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der „Glocke“.

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