„Man kann sich richtig in Rage reden“
Bild: Timmermann
Eine lebhafte Diskussion zur Zukunft der Bäderlandschaft in Ennigerloh führten zahlreiche Marktbesucher am Donnerstag vor dem Rathaus. Mit einem Stand hat die „Glocke“ interessierten Bürgern zwei Stunden lang eine Plattform zum Meinungsaustausch geboten. Auch Vertreter der Politik und des Fördervereins waren vertreten.
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Zahlreiche Besucher haben am Donnerstag am Stand der „Glocke“ auf dem Wochenmarkt über das Thema Freibad diskutiert. „Man kann sich hier richtig in Rage reden“, sagt Andrea Warschkow, die den lebhaften Diskussionen aufmerksam folgt. „Ich könnte noch stundenlang zuhören.“ Zwei Stunden lang war „Die Glocke“ vor Ort, um sich unter den Marktbesuchern ein Stimmungsbild zu verschaffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Schon nach wenigen Minuten war klar: Der Rede- und Diskussionsbedarf ist groß, die Ennigerloher wollen sich beim Thema Bäderlandschaft einmischen.

 

„Ennigerloh nicht noch toter machen“

„Man kann Ennigerloh doch nicht noch toter machen, als es jetzt schon ist“, ruft Gisela Kaldewey empört. Sie sei von all dem Hin und Her in der politischen Diskussion um die Freibadschließung genervt. „Ich glaube gar nichts mehr“, sagt sie. Auch Heidemarie Ostkamp wünscht sich, dass die Entscheidung, ob Frei- und Hallenbad erhalten bleiben, oder ein Allwetterbad realisiert wird, nicht allein in der Hand der Politiker liegt. „Wenn es machbar ist, wäre ein Allwetterbad ja gut. Aber dann muss eine Volksabstimmung her“, fordert die Ennigerloherin.

 

Viele wollen Frei- und Hallenbad erhalten

Edmund Mintke unterstützt die Idee von CDU und FWG, ein Allwetterbad zu realisieren. „Das Olympiabad ist ja auch schon hin. Ein Neubau wäre besser als Investitionen in alte Substanz“, sagt er. Damit gehört er zu den wenigen Marktbesuchern, die an diesem Tag die bestehenden Bäder aufgeben wollen. Viele Ennigerloher halten an dem Konzept zweier Bäderstandorte fest. „Warum sanieren wir das Hallen- und Freibad nicht? Auch die 8 bis 10 Millionen Euro für ein neues Bad müssen gestanzt werden“, betont Christa Thiel. Sie glaubt, dass die Bürger für den Bau des Allwetterbads zur Kasse gebeten werden. Auch Renate Füting fürchtet die Kosten für einen Neubau: „Wenn es ein Kombibad gibt, muss ein vernünftiger Rechner daran, damit es nicht noch teurer wird.“ „Warum soll ein Kombibad gebaut werden, wenn alles schon da ist?“, fragt Leonore Lottmann. Das sieht Ludger Kühnapfel anders: „Beide Standorte sind nicht mehr tragbar“, sagt er.

 

 

Mehr zu der Aktion der „Glocke“ lesen Sie in der Wochenendausgabe auf der Ennigerloher Lokalseite.

 

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